Ein eDings-Beitrag von Markus Stolpmann

Spam funktioniert (leider)

Erschreckend: Nach einer Studie von Mirapoint und dem Beratungs- und Marktforschungsunternehmen Radicati Group klicken 31 Prozent der Empfänger auf Links in Spam-Mails.

18 Prozent der Befragten nutzen demnach gutgläubig Abmelde-Links, um die Plagegeister los zu werden - und bestätigen so oft nur die Gültigkeit ihrer Mailadressen (und machen sie damit für Spamer wertvoller). Andere klicken aus Neugier - erzielen damit aber das gleiche Resultat. Und sagenhafte 10 Prozent sollen sogar schon per Spam beworbende Produkte gekauft haben.

Auch wenn ich gerade die letzte Zahl für übertrieben halte: Man kommt fast in Versuchung, es selbst einmal auszuprobieren. Jedenfalls ist bei solchen Ergebnissen klar, warum das Spam-Problem nicht ab, sondern künftig weiter zunehmen wird. Schließlich ist es die billigste Werbeform, die man sich denken kann. Und auch, wenn die Ergebnisse sicher nicht so zu interpretieren sind, dass jede dritte Spam-Mail gelesen wird, ist für die Versender bei Abermillionen ausgesandter Mails ein Erfolg durchaus wahrscheinlich. Wobei "Erfolg" hier doppelt gemünzt ist: Schließlich ist für den professionellen Spamer die Validierung der Mailadresse bereits ein entscheidender Erfolg, auch wenn dann der Auftraggeber noch keine Produkte verkauft hat.

Die Forscher sehen den Grund für die hohen Erfolgsquoten der Spammer übrigens in der fehlenden Schulung der Nutzer. Diesen sind die Folgen und Gefahren ihres Tuns oft gar nicht bewusst. Daher werfen Sie auch andere E-Mail-Attacken wie Viren und Phishing-Angriffe in den gleichen Topf ... noch ein Grund, den genauen Zahlenangaben nicht zu trauen. Aber das ändert nichts am Problem, sondern deckt sich mit anderen Erfahrungen zum unbedarften Umgang mit der E-Mail-Kommunikation, die man tagein, tagaus sammeln kann - und ist wieder mal ein Grund, den E-Mail-Führerschein zu fordern... (Erstellt mit Material von Golem)

Von Markus Stolpmann am 24.03.2005, 10:08, in eDings live
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