Fluglotsenfeeling
Sind Screensaver eigentlich noch "in"? Ich habe keine Ahnung, schon länger sind Selbige aus meiner Wahrnehmung verschwunden. Doch heute stolperte ich im Newsletter von Germanwings über Folgendes:Abheben mit dem Germanwings Screensaver: Verfolgen Sie alle Starts und Landungen und beobachten Sie unsere Flugzeuge auf ihrem Weg zwischen den Reisezielen. Jetzt den Wolkenflug downloaden und Sie haben alle Infos live auf Ihrem "Schirm".Als alte Germanwings-Userin konnte ich nicht widerstehen und habe mir das Teil gleich mal heruntergeladen.
Wirklich nett gemacht: Man kommt sich vor wie ein Fluglotse, der das Radar beobachtet. In Echtzeit werden die Zeiten bis zur Landung dargestellt. Zwischendurch wird immer wieder auf Reiseziele gezoomt und man kann aus dem Screensaver heraus auf Links zu weiteren Informationen klicken.
Unterhaltungsfaktor und Werbeinformation sind unaufdringlich miteinander verknüpft. Das Streckennetz von Germanwings brennt sich gleich direkt in die Netzhaut - was ja wohl der Sinn sein soll, denn Germanwings hat mit Berlin-Schönefeld ein neues Drehkreuz errichtet, das im Sommer den Betrieb aufnimmt. Und das muss ja angesichts der starken Konkurrenz unter den Billigairlines entsprechend nachdrücklich kommuniziert werden. Der Screensaver könnte auch im Zuge von Weitersagensmarketing ein wenig dazu beitragen, die Weitergabe der Software zu privaten Zwecken wird in den Nutzungsbedingungen ausdrücklich erlaubt.
Dass das Ganze nur funktioniert, wenn man ständig online ist, lässt sich bei einem solchen Konzept leider nicht vermeiden, doch der Screensaver wählt sich nicht automatisch ein, wie in den Nutzungsbedingungen betont wird.
Von Karina Matejcek am 11.03.2005, 18:29, in eDings live
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