Ein eDings-Beitrag von Markus Stolpmann

Bo Leuf, Ward Cunningham: The Wiki Way

Collaboration and Sharing on the Internet


B. Leuf, W. Cunningham: The Wiki WayWissen Sie, was ein Wiki ist? Vermutlich nicht. Ein Wiki ist ein offenes Autorensystem für Webseiten bzw. Websites, das die gesamte Generierung und Verwaltung der Webseiten übernimmt. Ein weiteres CMS also? Weit gefehlt! Das Besondere an einem Wiki: Die Seiten können von allen Benutzern bearbeitet, gelöscht, hinzugefügt und verändert werden. Man mag sich fragen, wie so etwas funktionieren kann - aber in der Praxis gibt es solche Systeme seit hunderten von Jahren. Denken Sie nur an schwarze Bretter! Auch im Bereich des CSCW (Computer Supported Cooperative Work, computerunterstützte Gruppenarbeit) sind Shared Whiteboards und ähnliche Konzepte nicht neu. Dass dieses Konzept auch den Weg ins Internet gefunden hat verwundert also kaum.

Die Einsatzgebiete von Wikis sind außerordentlich vielfältig. Sie reichen von der Projektkommunikation und -dokumentation über die gemeinschaftliche Entwicklung von Konzepten bis hin zum Aufbau von Online-Communities. Es handelt sich um eine Technolgie, die zugleich der Kommunikation, der Kooperation und dem Wissensmanagement dient. Dabei weden von den einzelnen Autoren keine HTML-Kenntnisse verlangt, auch die Verlinkung der einzelnen Seiten erfolgt automatisch.

Das Buch "The Wiki Way" von Bo Leuf und Ward Cunningham liefert eine hervorragende Einführung für alle, die ein eigenes Wiki betreiben möchten - sei es im Internet oder zur Teamkommunikation im unternehmenseigenen Intranet. Die beigefügte CD-ROM enthält zudem die notwendigen Skripte, um gleich loszulegen.

Das Buch liefert eine sehr gute Übersicht über die Wiki-Technologie und stellt verschiedene Wiki-Engines (Softwarelösungen) vor. Welche Ziele können mit dem Einsatz eines Wikis im Internet, im Extranet und im Intranet verbunden werden? Der Leser erfährt eine Menge über die Möglichkeiten, die Wikis als Community-Instrument und in der Teamunterstützung haben - denn natürlich kann man Wikis auch nur bestimmten Personen zugänglich machen und sie mit Passwort schützen. Anhand von Beispielsystemen zeigen die Autoren, wie man Wikis aufbaut, betreut und deren Inhalte sinnvoll organisiert. Auch der Frage, wie Wikis an das Corporate Design eines Unternehmens angepasst werden können, widmen sich die Autoren in dem höchst informativen Buch. Sehr interessant auch die "Guidelines for Wiki projects (dos and don'ts)" und die "Wiki case studies for education".

Insgesamt ein wirklich empfehlenswertes Standardwerk ... und meines Wissens auch das einzige Buch, das sich intensiv mit diesem Thema auseinander setzt. Einziger Nachteil: Es gibt keine deutschsprachige Übersetzung!



Von Markus Stolpmann am 09.09.2002, 23:36, in eDs Bücherregal
Dieser Eintrag kann nicht mehr kommentiert werden.




Cool Stuff...

Persönlichkeit als Marke
Petra Wüst: Self Branding für Manager

Begegnungen
Roger Willemsen: Gute Tage

Analyse, Fakten, Perspektiven
Frank Sieren: Der China Code

Mehr Erfolg mit Online-PR
Marcel Bernet: Medienarbeit im Netz

Toolbook für professionelle Websites
Stefan Münz: Professionelle Websites

Pimp your Website!
Mario Fischer: Website Boosting - Suchmaschinen, Usability, Kundenbindung

Niveauvoller Spaß
Andreas Rother: Unternehmensphilosophie in Textbausteinen

Querdenken und Neues schaffen
Anke Meyer-Grashorn: Spinnen ist Pflicht

China verstehen
Kai Strittmatter: Gebrauchsanweisung für China

Gelungenes Nachschlagewerk zu XAMPP
Kai Seidler, Kay Vogelgesang: Das XAMPP-Handbuch

Strategien für den langfristigen Erfolg in Inden
Volker Zotz: Die neue Wirtschaftsmacht am Ganges

Kurz und knackig
Roland Leonhardt: Der One-Page-Manager - nie mehr als eine Seite

Business-Querdenken
Anja Förster, Peter Kreuz: Different Thinking

Ziele definieren, Krisen vermeiden
Regina Haberfellner: Gründerlust statt Gründerfrust

Rettet dem Dativ?
Bastian Sick: Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod