Ein eDings-Beitrag von Markus Stolpmann

E-Marketing-Trend: CURLs - Customized URLs

Immer häufiger wird bei Cross-Media-Kampagnen auf personalisierte Websites gesetzt, die die Zielgruppe über eine personalisierte URL oder gar eine personalisierte Domain aufrufen kann. Die CURLs (Customized URLs) erfreuen sich for allem im B2B-Marketing steigender Beliebtheit und steigern die Response-Rate zum Teil erheblich. Und so funktioniert es: ...

Sie erhalten ein (natürlich personalisiertes) Anschreiben per Post, das ein bestimmtes Produkt oder eine spezielle Dienstleistung vorstellt. Die Informationen in dem Schreiben sind auf das Notwendigste reduziert, das Schreiben weist Sie aber deutlich auf ihre persönliche Info-Site hin, die Sie über eine URL erreichen können, die Ihren Namen enthält. Häufig erfolgt noch das Versprechen, auf der persönlichen Site einen besonderen Mehrwert herunterladen zu können.

Nun, die Nutzung Ihres guten Namens kann offenbar Wunder bewirken: Die Zahl der Empfänger, die wirklich die personalisierte Site aufrufen, liegt um Größenordnungen höher als bei einer nicht-personalisierten URL oder einer URL mit Zufallskomponente. Jeder möchte offenbar wissen, was man sich speziell für ihn ausgedacht hat. Technisch ist das, was dann kommt, kein Hexenwerk: Die Site wird erst beim Aufruf dynamisch generiert, dabei wird über den personalisierten Part auf eine Datenbank zugegriffen, über die die Personalisierung gesteuert wird.

Im B2B kann dann nicht nur der Aufrufer der CURL mit seinem Namen begrüßt werden - auch der Austausch ganzer Textbausteine z.B. auf der Basis der Branche oder Funktion des Aufrufenden sind möglich. Da auch die postalische Adresse vorliegt, kann auch der direkte Kontakt zum Außendienstmitarbeiter vor Ort hergestellt werden und anderes mehr. Wie schon angedeutet können diese Kampagnen zudem mit Zusatzangeboten gespickt werden wie downloadbaren Case-Studies (passend zur jeweiligen Branche), interaktiven Assistenten und sogar exklusiven (weil nur ausgesuchten Personen offenstehenden) Sonderaktionen und Gewinnspielen. Desweiteren erlauben die Microsites, wesentlich umfangreichere Informationen bereitzustellen, als dies in Form von Print-Material wirtschaftlich möglich wäre.

Wer nun glaubt, die CURL-Technik sei unsicher, weil man ja beliebige CURLs mit anderen Namen erraten kann, der sei beruhigt: In der Regel werden in die CURL noch bestimmte psedozufällige Elemente eingebaut, die als Prüfsumme dienen und die somit verhindern, dass jeder die personalisierte Site aufrufen kann.

Von Markus Stolpmann am 14.11.2005, 08:34, in eDings live
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