Das Problem mit den WebApps
Es könnte alles so schön sein: Man muss sich nicht mehr um Updates kümmern, hat seine Daten und Dokumente online verfügbar und kann von jedem Rechner mit Online-Zugang arbeiten - in der Theorie sogar unabhängig von der Wahl des Browsers und des Betriebssystems. Aber in der Praxis macht einem dann manchmal die Technik einen Strich durch die Rechnung...Der aktuelle Bericht von The Register über einen einstündigen Ausfall von Googles Online-Applikationen wie Google Docs und Google Spreadsheet zumindest für einen Teil auch zahlender Nutzer ist nur das letzte Beispiel in einer ganzen Reihe von Ausfällen bei Branchengrößen wie Google, Amazon und Co. im WebApp-Business.
Dabei sollte man annehmen, dass zumindest diese Anbieter über die entsprechenden Ressourcen verfügen, um Systeme mehrfach abzusichern und bei Bedarf rasch auf ein Ersatzsystem umzuschalten. Doch wenn hier schon Probleme auftauchen, wie (un)zuverlässig sind dann möglicherweise kleinere Anbieter? Service Level Adreements (SLA), die gegebenenfalls bestimmte Verfügbarkeitsvorgaben machen und bei Nichteinhaltung Rückzahlungen oder sogar Schadensersatzleistungen vorsehen, sind im Fall des Falles auch nur ein schwacher Trost - zumal, wenn einem Termine im Nacken sitzen oder der Vortragende bedauern muss, dass die einzige aktuelle Version seiner Präsentation leider nur online existiert und der Zugriff darauf momentan leider gestört ist.
Ganz ohne eigene Software-Installationen, lokale Backups und Plan B wird es also auch in absehbarer Zeit nicht gehen...
Von eD, das kleine eDings am 08.07.2008, 21:01, in eDings live
Dieser Eintrag kann nicht mehr kommentiert werden.






