13.11.2006
Wie kann ich meine IT-Infrastruktur sicher machen?
Hacker, Datenklau, Wirtschaftsspionage … wer ein Datennetz betreibt, das nicht in sich abgeschlossen ist, sondern Verbindungen ins weltweite Internet hat, muss sich auch mit den Gefahren auseinandersetzen, die von dort drohen.Jedes Netz muss gegen unerlaubte Zugriffe von außen abgesichert werden - dazu werden in der Regel Firewalls eingesetzt, die vom Experten konfiguriert werden sollten.
Doch nicht immer hilft eine Firewall, die nur bestimmte Zugriffe verhindern kann: Wenn Mitarbeiter fahrlässig mit Passwörtern umgehen oder bedenkenlos E-Mail-Attachments und Downloads aus dem Internet ausführen, hilft die beste Firewall nur bedingt.
Unternehmenskritische Daten sollten beim Versand und der Speicherung nach Möglichkeit zusätzlich verschlüsselt werden. Damit wird nicht nur der Datenklau erschwert - auch die nachträgliche Manipulation von Informationen kann so verhindert bzw. aufgedeckt werden. Aber auch veraltete Programmversionen sind eine oft unterschätzte Gefahrenquelle: Wer nicht regelmäßig die aktuellen Updates und Patches einspielt, öffnet Angreifern Tür und Tor, die nur noch bekannte und gut dokumentierte Systemschwachstellen ausnutzen müssen.
Alle Schutzmaßnahmen sind jedoch wirkungslos, wenn jemand innerhalb der Organisation das Unternehmen mutwillig schädigen will. Hier helfen nur strikte Zugangsbeschränkungen und -kontrollen, gegebenenfalls verbunden mit biometrischen Sicherungen, um genau zu protokollieren, wer wann welche Daten bearbeitet oder kopiert hat.
Checkliste: Netzwerk-Sicherheit
• Benutzung "guter" Passwörter
• Benutzung aller vorhandenen Protokollmechanismen
• Richtige Vergabe von Rechten
• Regelmäßige Backups
• Beschaffung von Information über alle Prozesse, die zu einer Internetverbindung führen können.
• Abschalten ungenutzter Programme
• Abschalten automatischer Ausführung aktiver Inhalte im Browser
• Analyse von Schwachstellen verbliebener Programme
• Einsatz aller Sicherheitsmaßnahmen des Betriebssystems
• Einsatz von Programmen, die Integritätsverletzungen an Programmen und Dateien feststellen können
• Fortlaufende Administration der Firewall
• Protokollierung und Auswertung von Zugriffsdaten
Linktipp:
Info-Portal sicherheit-im-internet.de
10.11.2006
Wie richte ich eine E-Mail-Diskussionsliste ein?
Diskussionslisten sind eine Form der E-Mail-Kommunikation, bei der die Teilnehmer ihre Beiträge an die Mailadresse der Liste schicken und diese Beiträge über einen so genannten Listserver an die anderen Teilnehmer der Diskussionsliste verteilt werden. Für den Betrieb einer Diskussionsliste benötigt man eine spezielle Mailinglisten-Software.Diese Software kann man entweder auf dem eigenen Server installieren oder man nimmt die Dienste eines Anbieters in Anspruch, der solche Listserver über das Web zur Verfügung stellt (www.kbx.de; groups.yahoo.de).
Jede Diskussionsliste benötigt einen „Listowner“, einen Verantwortlichen, der dafür sorgt, dass neue Listenmitglieder freigeschaltet werden, der Hilfetexte und Begrüßungsmails gestaltet und der dafür sorgt, dass in der Liste die – oft recht strenge – Netiquette eingehalten wird.
Es gibt „unmoderierte“ und „moderierte“ Listen. Bei moderierten Listen schaltet der Listowner oder ein Moderator Beiträge erst nach Prüfung frei.
Weiterhin gibt es „offene“ und „geschlossene“ Listen. Bei Letzteren prüft der Listowner Neuanmelder nach bestimmten Kriterien, bevor sie aufgenommen werden. Die Anmeldung zu Listen erfolgt meist per E-Mail oder über ein Formular auf der Website.
Checkliste: Einrichtung einer Diskussionsliste
• Name der Diskussionsliste
• Thema und Zielgruppe
• Soll die Liste moderiert, unmoderiert, offen, geschlossen sein?
• Eigener Listserver?
• Mietlösung bei Provider oder Anbieter?
• Wer betreut die Liste technisch, inhaltlich, administrativ?
• Benötigte Texte: Begrüßungsmail, Hilfetexte, Bestätigung für An- und Abmeldung, Frequently Asked Questions
• Soll ein Archiv angelegt werden?
• Wie viel Zeit für die Betreuung ist vorhanden?
• Wie soll die Liste bekannt gemacht werden?
• Wer vertritt den Listowner/Moderator bei Abwesenheit?
08.11.2006
Warum ist die Back-Office-Integration beim Online-Shop wichtig und was muss dabei beachtet werden?
Einfache Online-Shops sind zwar rasch erstellt, das volle Potenzial einer E-Business-Lösung wird jedoch erst ausgeschöpft, wenn die Applikationen direkten Zugriff auf die relevanten Unternehmensdaten haben.Nur so können Hinweise zur Verfügbarkeit gegeben werden, kann der Nutzer den Status seiner Bestellung online abfragen und können individuelle Empfehlungen und persönliche Rabattstaffelungen aus der Kundenhistorie abgeleitet werden. D
ie Back-Office-Integration bedeutet also, Zugriff auf unterschiedlichen Datenbanken und Systeme wie
- Kundendaten,
- Lieferantenkataloge,
- Artikeldatenbank,
- Preisinformationen,
- Lagerbestand (Verfügbarkeit), etc.
zu haben. Dies kann letztlich das gesamte ERP-System (Enterprise Resource Planning) umfassen, wenn der Kunde online bei Erteilung eines Auftrags z.B. über die Fertigung eines Pkws mit individueller Ausstattung sofort den Zeitpunkt der Fertigstellung und Auslieferung erfährt.

Viele E-Commerce-Lösungen schöpfen hier das mögliche Potenzial bei weiten nicht aus – mit dem Effekt, dass die Kunden keinen Mehrwert gegenüber den klassischen Kommunikationskanälen sehen.
07.11.2006
Wie realisiere ich einen Online-Shop?
Online-Shopping boomt. Da stellt sich schnell die Frage, wie man zu seinem eigenen Online-Shop kommt und was unbedingt zu beachten ist.Benötigen Sie einen Online-Shop, so stehen Ihnen prinzipiell drei Möglichkeiten offen:
- Mietshop
- Shopsystem "von der Stange"
- Individualentwicklung
Mittlerweile bieten die großen Webhoster komplette Shopsysteme zur Miete an. Die Anpassung erfolgt weitgehend menügesteuert, es stehen verschiedene Ausstattungsvarianten zur Verfügung, häufig ist die Zahl der Produkte begrenzt, dafür werden Komplettsysteme angeboten bis hin zur Zahlungsabwicklung. Allerdings sind die meisten Angebote gestaffelt - Sie müssen sich vorab entscheiden, wieviele Produkte Sie verkaufen wollen und welche Funktionen Sie benötigen. Zum Teil steht auch nur eine begrenzte Zahl von Templates zur Verfügung.
Haben Sie jedoch zusätzliche Anforderungen und möchten das System in Ihre bestehende Webpräsenz optimal einbinden oder wollen bestimmte zusätzliche Online-Services realisieren, dann wird ein Shopsystem, das Sie selbst anpassen und erweitern können, eher Ihren Erwartungen entsprechen. Sie müssen sich dann jedoch selbst um die Anbindung zu Ihren Payment-Partnern kümmern.
Die Kosten für ein Shop-System reichen von Null (kostenlos erhältliche Open Source Lösungen) bis hin zu mehreren Hundert Euro pro Monat. Wichtig: Nicht alle Shopsysteme haben ein Warenwirtschaftssystem integriert oder besitzen eine Anbindung an Ihr Warenwirtschaftssystem. Für Kunden ist es allerdings ein sehr unerfreuliches Erlebnis, Produkte zu bestellen von denen sie dann erst später erfahren müssen, dass sie gar nicht (mehr) auf Lager sind.
Ein Problem, dem Sie sich bei der Suche nach dem geeigneten Online-Shop stellen müssen, betrifft die Frage nach der Pflege der Daten und dem möglichen Import von Daten Ihrer Zulieferer. Hier unterscheiden sich die Systeme zum Teil erheblich. Benötigen Sie komplexe Konfiguratoren oder spezielle Funktionen, so kann eine Individualentwicklung unumgänglich sein.
Bei der Evaluierung sollten Sie auch prüfen, welche Liefer- und Zahlungsoptionen unterstützt werden und ob die Kunden beim T-Shirt-Kauf problemlos Größe und Farbe festlegen können, ohne zwischen verschiedenen Produkten wechseln zu müssen. Den automatisierten Vertrieb digitaler Produkte (E-Books, MP3s, ...) unterstützen nur sehr wenige Shopsysteme von der Stange.
Lesetipp:
Der Online Shop - Handbuch für Existenzgründer von Susanne Angeli und Wolfgang Kundler, erschienen bei Markt und Technik
05.11.2006
Wie unterscheiden sich Inter-, Extra- und Intranet?
Nicht immer richtet sich ein Online-Auftritt an jedermann.Das Internet wird häufig mit öffentlichen, für jeden zugänglichen Webseiten gleichgesetzt.
Am anderen Ende steht das Online-Angebot, das zwar die gleichen Technologien nutzt, aber nur intern für die Mitarbeiter eines Unternehmens zur Verfügung steht: das so genannte Intranet. Intranets sind in der Regel auf das Netzwerk des Unternehmens beschränkt und nicht von außen erreichbar.
Extranets hingegen bezeichnen geschlossene Informationsangebote für Geschäftspartner und Kunden, die erst nach einer Authentifizierung (Passwortschutz o. ä.) genutzt werden können, jedoch prinzipiell über offene Netze genutzt werden können.
Intranet und Extranet richten sich damit an einen bekannten Personenkreis, im Intranet kann zudem häufig davon ausgegangen werden, dass ein Highspeed-Zugang vorliegt und die Ausstattung der einzelnen Arbeitsplätze kontrolliert werden kann. Damit kann das Angebot sehr gezielt auf die Bedürfnisse einzelner abgestimmt werden; häufig werden rollen- oder gar personenspezifische Anpassungen vorgenommen: Der Nutzer erhält individuell für ihn zugeschnittene Informationen und Angebote, die seine spezielle Funktion und das über längere Zeit gespeicherte Nutzerprofil automatisch berücksichtigen.
Linktipp:
Portal zum Thema Intranet: intranetberater.de
02.11.2006
Wie komme ich zu einem Webserver?
Entscheiden Sie sich für eine eigene Webpräsenz, so kommen unterschiedliche Realisierungsformen in Betracht...- Beim klassischen Webhosting mieten entweder Webspace auf einem Webserver bei einem Provider. Die Leistung des Servers (CPU-Leistung, Anbindung an das Internet, ...) wird auf mehrere (zum Teil bis zu Hundert) Kundenpräsenzen verteilt. Vorteil: Die Wartung des Servers erfolgt durch den Provider, die Kosten sind gering. Nachteil: Sie können nicht beliebige Dinge auf Ihrem Webspace installieren und haben keine Kontrolle über die Performance.
- Mieten Sie sich einen Managed Server, so können Sie dessen Leistung komplett für sich beanspruchen. Beim Managed Server übernimmt der Provider die Wartung des Servers und das Einspielen von Sicherheitsupdates. Nachteil: Die Kosten sind relativ hoch, häufig wird die Leistung nicht benötigt. Zudem haben Sie keine volle Verfügungsgewalt, weil die Serverwartung durch den Provider erfolgt und dieser festlegt, welche Software(-Versionen) installiert sind.
- Der eigene Root-Server ist zum Teil schon sehr preisgünstig erhältlich und Sie haben die volle Kontrolle über die gesamte Maschine. Nachteil: Sie sind selbst für die Server-Wartung und -Sicherheit verantwortlich. Zudem sind viele Root-Server für kleinere Projekte überdimensioniert.
- Sie können auch einen sogenannten v-Server mieten. Hier haben Sie zwar volle Administrationsrechte (und -pflichten!), es wird aber ein physikalischer Rechner in mehrere virtuelle Server unterteilt - die Hardware-Resourcen teilen Sie sich also mit den anderen vServern auf diesem Computer.
- Stellen Sie einen eigenen Server im Rechenzentrum eines Providers unter und sind selbst für die Wartung des Servers verantwortlich, dann spricht man von Serverhousing. Dies ist vorteilhaft, wenn Sie spezielle Hardware-Anforderungen haben, die als Mietserver nicht oder kaum angeboten werden, oder wenn Sie sicher gehen wollen, dass nur Sie Zugang zu Ihrem Server haben.
- Betreiben Sie den Server gar im eigenen Haus, dann haben Sie volle Kontrolle über Ausstattung, Sicherheit und Wartung. Allerdings müssen Sie dann auch für geeignete Räumlichkeiten, Anbindung an das Internet und Ausfallsicherheit sorgen.
Alle Varianten haben Vor- und Nachteile. Wollen Sie ein Intranet einrichten, dann kommen Sie um einen Server im eigenen Haus nicht herum. Das Gleiche gilt für die Fälle, bei denen Systeme angebunden werden müssen, die nicht "von außen" erreichbar sind, wie ein Lagerhaltungssystem. Geht es allerdings um eine öffentliche Webpräsenz, dann bieten die großen Provider zumeist redundante Anbindungen der Server und die Vorteile eines Rechenzentrums (wie Notstromversorgung, automatische Backups etc.). Allerdings müssen Sie sich bei den preisgünstigen Angeboten (auch so genannten vServern) häufig einen physikalischen Rechner mit zahlreichen anderen Kunden teilen. Auch wenn Sie davon in der Regel nichts merken, so ist dies immer dann problematisch, wenn eine hohe Rechnerlast auftritt oder einer hohe Performance bei der Anbindung benötigt wird. Ein eigener Server ist in solchen Fällen empfehlenswert. Dabei unterscheidet man die Server, die vom Provider gewartet werden (Managed Server) von solchen, bei denen der Kunde selbst die gesamte Wartung übernimmt (Root-Server).
Linktipp
Informationen und Preisvergleiche zu Hosting-Angeboten liefert webhostlist.de
31.10.2006
Welche Gründe sprechen für die Beantragung mehrerer Domains?
Viele Unternehmen sichern sich den Unternehmensnamen in Kombination mit unterschiedlichen TLDs: ihre-domain.de, ihre-domain.com, ihre-domain.info … Die einzelnen Domains werden vielfach auf eine zentrale Domain weitergeleitet. Dieses Vorgehen ist legitim und beugt Ärger vor, wenn ein Wettbewerber versucht, eine gleichlautende Domain unter anderer TLD zu nutzen.Es gibt allerdings andere Gründe, mehrere Domains zu nutzen. Sollten Sie Informationen in verschiedenen Sprachen oder für unterschiedliche Zielgruppen bereitstellen, dann ist die Vorselektion über die Domain sehr sinnvoll. Verwenden Sie .fr für Ihre französischsprachigen Seiten, .de für deutschsprachige Informationen und .com für eine englischsprachige Version. Alternativ kann eine solche Strukturierung auch mittels Subdomains vorgenommen werden: fr.ihre-domain.info, de.ihre-domain.info ...
Eventuell werden Sie auch feststellen, dass die Schreibweise Ihrer Hauptdomain für die Nutzer schlecht zu merken ist. Mit Bindestrich oder ohne? Manche Unternehmen sichern sich bewusst "Tippfehler-Domains", um den Nutzern ein Frusterlebnis zu ersparen.
Tipps:
- Testen Sie verschiedene Domainnamen nicht nur bezüglich der Assoziationen, sondern auch der Memorierbarkeit und der Schreibweisen der Kunden als Befragung auf Papier.
- Ggf. bietet es sich an, so genannte Tippfehler-Domains ebenfalls zu registrieren und auf Ihre Hauptdomain umzuleiten. Oder könnten Sie "www.buongiorno.at" auf Anhieb fehlerfrei schreiben?
- Manchmal ist die Aussprache problematisch: eDings.de wird zwar mit "e" am Anfang geschrieben, aber oft mit "i" ausgesprochen – schlecht für die Memorierbarkeit.
Lesetipp
akademie.de: Domainwahl – Markenkollisionen frühzeitig verhindern
29.10.2006
Was ist bei der Anmeldung einer Domain zu beachten?
Die Domain ist das Aushängeschild Ihrer Online-Präsenz: Je intuitiver und leichter zu merken, umso besser.Kryptische Abkürzungen gilt es bei Domains ebenso zu vermeiden wie Probleme mit Aussprache und Schreibweise. Schließlich sollen Interessenten Ihr Online-Angebot auch dann finden, wenn sie nur mit halbem Ohr hingehört oder sich die Schreibweise nicht gemerkt haben.
Zugleich sollte aber auch die Verbindung zu Ihrem Angebot ersichtlich sein. Das gilt vor allem dann, wenn Sie bereits "offline" Geschäfte tätigen und die Online-Präsenz dazu eine Erweiterung darstellt. Wenn Sie ein völlig unabhängiges Web-Projekt starten, können Sie natürlich Ihre Kreativität spielen lassen!
In der Praxis besteht die Domain aus zwei Teilen:
- Der TLD (Toplevel-Domain) wie .de, .at, .ch, .fr oder auch .com, .edu, .biz oder .info. Die Liste der TLDs ist festgelegt, mit der Wahl einer TLD legen Sie auch bestimmte Erwartungen an die Präsenz fest. An die Registrierung mancher TLDs sind Bedingungen geknüpft.
- Und dem eigentlichen Namen, den Sie frei wählen können (Kombination aus a-z,0-9 und -). Es sind sowohl unternehmens-/eignerspezifische wie auch angebotsbezogene oder generische Bezeichner möglich. Achten Sie darauf, dass die Domain nicht zu lang wird!
Natürlich können alle Domains nur einmal vergeben werden. Ist die gewünschte Bezeichnung also schon vergeben, so ist Kreativität gefragt … oder Sie weichen auf eine andere TLD aus. Vorsicht: Überprüfen Sie vorab, ob Sie mit Ihrer Wahl keine Rechte Dritter verletzen, weil Sie z. B. eine geschützte Bezeichnung verwenden oder Ihnen Irreführung unterstellt werden könnte.
In der Regel erfolgt die Beantragung der Domains nicht direkt, sondern über einen Dienstleister (Service-Provider), der auch für die Konnektierung der Domain mit einem Server sorgt. Es kann aber sinnvoll sein, Domain-Verwaltung und Webspace voneinander zu trennen: Dann ist es wesentlich einfacher, den Server oder den Service-Provider im "laufenden Betrieb" zu wechseln.
| TLD | Erwartungshaltung der Besucher |
| .de, .at, .ch | deutschsprachiges Angebot mit nationalem Bezug |
| .com | international, häufig englischsprachig |
| .org | für Organisationen |
| .ag, .tv | Länderkürzel, gerne als "sprechende" TLD für Aktiengesellschaften bzw. TV-Sender vermarktet |
| .biz | Unternehmensinformationen |
| .info | allgemeines Informationsangebot |
| .eu | TLD Europa, noch wenig gebräuchlich |
| .name | persönliche Homepage (wird selten genutzt) |
Tabelle: Toplevel-Domains und Erwartungshaltung
Nützliche Links
www.sedo.de - Domainbörse für zum Verkauf stehende Domains
www.dd24.de - Domainregistrat mit umfassendem Domaincheck für (fast) alle TLDs
www.allwhois.com - Übergreifende Abfrage von Registrarinformationen für Domains
16.11.2005
Google Analytics: Wunsch und Wirklichkeit
Anfang der Woche startete Google unvermutet den kostenlosen Dienst Google Analytics. Dahinter verbirgt sich eine web-basierte Analyse des Besucherverhaltens für praktisch alle Site-Betreiber, die auf Urchin basiert. Dieses Unternehmen hatte Google vor einiger Zeit übernommen. Das Prinzip von Google Analytics ist simpel: Man meldet sich für den Dienst an, erstellt ein Profil für die zu beobachtende Website, baut ein paar Zeilen JavaScript in die Seiten ein ... und wartet auf die Auswertungen. Nur dass es derzeit nicht funktioniert. Hunderte von Betroffenen beshweren sich in diversen Foren, dass sie keine Auswertungen erhalten (und mir ging es genauso). Mehr noch: Sogar die zahlenden Urchin-Kunden klagen zum Teil über Probleme. Da stellt sich die Frage, warum Google diesen Dienst so überstürzt eingeführt hat?Normalerweise durchlaufen neue Google Services eine lange Beta-Phase, in der sie im kleinen Nutzerkreis erprobt und optimiert und dann sukzessive für größere Nutzerkreise freigegeben werden. Aber zu Google Analytics gab es keine Beta-Phase. Und normalerweise funktionieren Googles Dienste leidlich gut - hier geht derzeit nichts und Google hüllt sich in Schweigen. Selbst in der speziellen Newsgroup zum Tool findet man zahlreiche Beschwerden, aber keine Stellungnahme von Google. Und auch Google Analytics selbst ist ein merkwürdiges Konstrukt: Google macht sich hier selbst Konkurrenz, denn bisher gab es viele zahlende Urchin-Kunden, die sich jetzt zweifellos fragen werden, wo der Unterschied von mehreren hundert Dollar pro Monat zwischen Bezahl- und Gratis-Service liegt. Und wenn die zahlenden Kunden tatsächlich benfalls von derr Nicht-Verfügbarkeit des Dienstes betroffen sind, dann ist das erst recht sehr ärgerlich.
Auch die Konkurrenz dürfte alles andere als begeistert sein: Google Analytics greift einige Bezahldienste frontal an, da die Auswertungen enorm umfangreich sind (kein Wunder: Urchin ist einer der Marktführer auf diesem Gebiet). Standard sind natürlich Auswertungen von Herkunft, IP, Browser-Versionen, Bildschirm-Auflösungen, verwendeten Betriebssystemen, Referrer, evtl. genutzten Suchbegrifen, aber auch Einstiegs- und Ausstiegsseiten und Pfadanalysen sollen möglich sein (wenn es denn funktioniert. Und besonders spannend wird es, wenn Konversionsziele überwacht und der Erfolg von AdWords-Kampagnen analysiert werden können. Hinzu kommt, dass Google Analytics alle Ergebnisse in nette Übersichten und Diagramme verpackt, die sogar die Chefetage überzeugen können.Das alles liefert aber erst recht nur wenige Hinweise darauf, warum Google genau diesen Weg gegangen ist und das Analysewerkzeug kostenlos für jedermann anbietet. Schließlich soll Google Gerüchten zufolge rund 30 Mio. Dollar für Urchin hingelegt haben - nur um die Services zu verschenken? Und sich jetzt mit den technischen Problemen, die es offenbar noch gibt, zusätzlich eine Menge Frust einhandelt? In einigen Foren werden denn auch sehr eigenwillige Ziele von Google vermutet:
- Google macht das alles, weil man einfach zu viel Geld hat .... naja: ziemlich unwahrscheinlich, dass die Aktionäre damit einverstanden wären.
- Google ging es darum, den Markt zu dominieren und die Konkurrenz auszuschalten .... das ist auch nicht wirklich ein einleuchtender Grund, oder?
- Google ist eine Datenkrake und es geht darum, möglichst viele daten und Profile von Webusern und Sitebetreibern zu sammeln .... maybe - aber was will man mit den Profilen und Daten wirklich?
- In Wirklichkeit stecken hinter all diesen Google-Aktivitäten Geheimdienste - und die wissen schon, wofür sie die Daten haben wollen .... jaja, is schon klar.
Okay, mal ganz im Ernst: Schaut man sich die Urchin-Akquisition genauer an, dann macht das Vorgehen von Google durchaus Sinn. Das Ausliefern von Suchmaschinen-Resultaten ist nämlich längst nur ein Teilbereich der Aktivitäten. Viel wichtiger (und lukrativer) ist das Geschäft mit der Werbung.
- Googles AdWords- und AdWords-Programme haben eine enorme Reichweite ... und viele Ausläufer, die kaum bekannt sind. Dumm nur, dass auch die Konkurrenz auf diesem Gebiet nicht schläft - Google muss auf der Hut sein, denn MSN, Overture und Co. wollen ihren Teil des Kuchens. Man braucht also gute Argumente, um neue Nutzer zu werben.
- Zudem wird das Geschäft mit den Kleinanzeigen im Internet bedroht: Niemand gibt in diesem Segment gerne zu, dass Klickbetrug (click fraud) eine ernstzunehmende Gefahr ist. Gleichzeitig rüstet man immer weiter auf, um solche Betrügereien aufzudecken.
Werfen wir nochmal einen Blick auf Google Analytics:
- Google Analytics steht allen Sitebetreibern kostenlos zur Verfügung - und erlaubt das Tracking der AdWords-Kampagnen ... nicht MSN, nicht Overture, nicht sonst was: Google AdWords! Was liegt da näher, als AdWords mal auszuprobieren?
- Das würde auch erklären, warum Google Analytics - anders als von vielen erwartet - kein AdWords-Konto voraussetzt und nicht nur AdSense-Kunden gratis als Analysetool angeboten wird. Also eine 30-Mio.-Investition um weitere AdWords-Kunden zu werden? Nicht nur...
- Wer Google Analytics auf seiner Site nutzt, liefert Google tatsächlich kostenlos Bewegungs- und Profildaten über seine Nutzer. Ich bezeifele aber, dass Google überhaupt an der Auswertung einzelner Profile interessiert ist. Vielmehr würden diese Daten eine hervorragende Basis liefern, um weitere Maßnahmen gegen Klickbetrüger entwicklen zu können! Und würden damit auch rechtfertigen, eine 30-Mio-Investition gratis zu verteilen ... zum Schutz des eigenen Kerngeschäfts.
- Und wenn Google diese Intentionen hat, würde das auch erklären, warum man nicht den üblichen Weg der geschlossenen Beta-Programme gegangen ist, sondern gleich die breite Öffentlichkeit für Google Analytics gesucht hat. Doch offenbar hat man den Ansturm unterschätzt.
Okay - natürlich sind das vor allem Vermutungen. Aber irgendwie erscheinen sie mir dann doch logischer als manche Argungente, die ich in den vergangenen Tagen in verschiedenen Foren gelesen habe. Und spannend wäre dann die Frage: Welche Web-Analyse-Spezialisten werden sich MSN und Yahoo ins Boot holen?
Nachtrag #1 (15.11.2005, 18:20):
Mittlerweile wird in einigen Foren berichtet, dass bei einigen Nutzern über 36 Stunden nach Einbau und Validierung des JavaScript-Codes die ersten Daten ausgewertet werden ... deutlich mehr als die von Google angegebenen 12 Stunden. Vielleicht ist also vor allem Geduld gefragt. Bei mir und anderen scheitert es jedoch noch immer an daran, dass Google den eingebauten Code gar nicht finden mag!
Nachtrag #2 (15.11.2005, 22:05):
Langsam scheint Google Analytics in ruhigeres Fahrwasser zu kommen: Mittlerweile wurde mein Code validiert und die ersten Analyseergebnisse gibt es auch schon. Mal ein paar Tage beobachten, wie sich das System bewährt. Von einigen Nutzern werden (noch?) erhebliche Ladezeit-Verlängerungen durch die Kommunikation mit Googles Tracking-Server berichtet.
Nachtrag #3 (17.11.2005, 22:00):
Weil es so schön ist - noch ein Update. Mittlerweile hat Google 19 (!) Pageviews für den Dienstag gefunden (die Logfiles zeigen mehrere Hundert, aber irgendwann musste das System ja mal starten). Nur: Für den gestrigen Mittwoch und für heute wurden gar keine Zugriffe ausgewertet - definitiv ist das nicht korrekt. Parallel dazu kommt es sporadisch beim Seitenaufruf der zu beobachtenden Seiten zu Verzögerungen von einer halben Minute und mehr. Firefox zeigt, dass in dieser Zeit die Kommunikation mit dem google-Server erfolgen soll. Also ... so wird das noch nix! Gut, dass ich nicht eDings für den Test auserkoren habe.
07.04.2005
Praxistipp: Wikipedia in die eigene Seite einbinden
Wikipedia erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Da liegt es nahe, den eigenen Besuchern die Möglichkeit zu geben, Begriffe auf einen Klick bei Wikipedia.de nachzuschlagen. Zwei Varianten stellen wir in diesem kleinen Howto vor...Die erste Variante ist einfach: Sie verlinken einfach die fraglichen Begriffe fest mit den Wikipedia-Resultaten. Das ist ganz einfach, denn für die deutschen Wikipedia-Inhalte setzen sich die URLs folgendermaßen zusammen:
http://de.wikipedia.org/wiki/BegriffAls Beispiel: http://de.wikipedia.org/wiki/Konklave.
So ist es ein leichtes, sich ein kleines Makro zu basteln, das einfach einen passenden Link um die zu verlinkenden Begriffe setzt:
<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Begriff class="wikipedia">Begriff</a>Die CSS-Klasse namens wikipedia erlaubt es dann noch, die Links speziell zu formatieren.
Vorteil dieses Vorgehens: Sie können vorher bestimmen, auf welche Wikipedia-Seite Sie verlinken und z.B. auch die Wikipedia-Seite zu Podcast unter dem Begriff podcasting oder Podcasts hinterlegen. Aber diese Variante hat auch einige Nachteile: Zum einen wird ihre Seite unübersichtlich, wenn Sie zu viele Begriffe "pro forma" verlinken, zum anderen wird es immer Leser geben, die gerade die Begriffe nachschlagen wollen, die Sie für allgemeinverständlich halten und daher nicht verlinkt haben.
Hier hilft eine andere Variante: Lassen Sie die Besucher doch selbst bestimmen, wonach sie suchen wollen! Der nachstehende Code macht es möglich: Ist JavaScript im Browser aktiviert, so kann der Besucher einen Text (sinnvollerweise ein einzelnes Wort) auf der Seite markieren und per Mausklick bei Wikipedia nachschlagen (grundlegender JavaScript-Code aus einem alten Bookmarklet entliehen, Urheber unbekannt):
<a href="javascript:function xtom(f){ if(f.document.selection){ return f.document.selection.createRange().text; } else if(f.window.getSelection){return f.window.getSelection();} else {return '';}}; var ftom=top.frames;if(ftom.length==0){ stom=xtom(self) } else{ for(itom=0;itom<ftom.length;itom++) stom=xtom(ftom[itom]) } if(stom!=''){ void(dtom=open('http://de.wikipedia.org/wiki/'+stom,'','')) }">markierten Begriff bei Wikipedia.de nachschlagen</a>Ein netter kleiner Service für Ihre Besucher ... auch wenn es passieren kann, dass ein Begriff markiert wird, zu dem Wikipedia mal nichts weiß.






