16.09.2004

E-Book TIPP: Erfolgreich werben mit Google AdWords

Erfolgreich werben mit Google AdWordsSo erreichen Sie mehr Website-Besucher und mehr Gewinn mit Google AdWords

Google AdWords - das sind die kleinen Textanzeigen, die bei einer Suche auf Google.de rechts neben den Suchergebnissen erscheinen. Außerdem erscheinen sie auf vielen Partnersites von Google, zum Beispiel Focus.de und Spiegel.de. AdWords-Kampagnen erreichen mehr als die Hälfte der deutschsprachigen Internet-Anwender, man benötigt keine Agentur, um AdWords zu schalten, und bezahlt wird nicht pro Sichtkontakt, sondern nur für erfolgte Klicks auf die geschalteten AdWords. Es gibt nicht einmal einen Mindestumsatz oder eine monatliche Grundgebühr - das macht das Programm für viele Internet-Anbieter interessant.

Allerdings: Mit AdWords kann man auch schnell sein Werbebudget zum Fenster hinauswerfen, wenn die Kampagnen nicht optimiert sind, die falschen Keywords verwendet werden oder die Klickpreise zu hoch angesetzt sind!

Die von Mari Jose Gallego Rodriguez zusammengetragenen Informationen und vorgestellten Hilfsmittel ermöglichen die schrittweise Optimierung von AdWords-Schaltungen und bewahren davor, viel Zeit und Geld durch typische Anfängerfehler zu verlieren. Dabei widmet sich das Buch allen Bestandteilen einer AdWords-Kampagne: der Auswahl der richtigen Keywords, der Gestaltung der Anzeigen, dem Aufbau optimierter Landing Pages sowie der Festlegung des maximalen CpC. Auch die Themen Erfolgsauswertung und Optimierung werden ausführlich behandelt. Ein gelungener Überblick über Google AdWords, bei dem sowohl Anfänger als auch Profis viele Tipps erhalten, wie sie ihre Kampagnen noch erfolgreicher gestalten.

Zu dem E-Book hat die Autorin die Website PayPerClickHilfe.de erstellt, auf der auch ein kostenloser E-Mail-Kurs zum Thema AdWords abonniert werden kann.

Das E-Book "Erfolgreich werben mit Google AdWords" ist im Selbstverlag erschienen und für 69,95 Euro über ShareIt zu beziehen. Der Preis erscheint auf den ersten Blick vielleicht hoch, relativiert sich jedoch rasch, wenn man überlegt, wieviel Geld man ohne das zusammengetragene Wissen und die Tipps verpulvern kann. Kunden erhalten ein PDF, das sie auch ausdrucken können. Zudem bietet die Autorin ein 14-tägiges Widerrufsrecht.
von Markus Stolpmann • keine Trackbacks

26.08.2004

Tom Peters: Re-imagine!

img/3831005796.03.MZZZZZZZ.jpgSpitzenleistungen in chaotischen Zeiten

"Die wichtigste und verantwortungsvollste Aufgabe unserer Zeit ist es, unsere Unternehmen und Institutionen, ob öffentlich oder privat, neu zu erfinden." Tom Peters hat mit seinem neuesten Werk einen großen Wurf geschafft - inhaltlich und formal ist das Buch auf der ganzen Linie erfrischend, spannend und strotzt nur so von Ideen und Denkanstößen für die "New Economy" - die für Peters mitnichten gescheitert ist.

Dabei beschreibt Tom Peters nicht irgendwelche Utopien, sondern er beschreibt, was er beobachtet, und zieht daraus seine Schlüsse. Die Rolle der Einzelunternehmer, die sich von Projekt zu Projekt bewegen, die Rolle von Produktdesign, Vernetzung, Technologie ... er spinnt die Fäden von Thema zu Thema und zeigt Verbindungen auf, für die die traditionelle, stagnierende Wirtschaft den Blick längst verloren hat.

Das wird auch deren Untergang sein - was die Autoren des Cluetrain-Manifests ja auch schon wussten. Und nicht von ungefähr steht einer der Schlüsselsätze des Manifests - "Hyperlinks untergraben die Hierarchien" - im Zentrum des Kapitels "Die IT-Revolution: Mitmachen oder zuschauen?".

Re-imagine! ist bedrohlich: für Unternehmen und Manager, die lieber jammern, statt das Ohr auf die Bedürfnisse ihrer Märkte zu richten. Es ist beruhigend und inspirierend: für jene, die sich von erstarrten Wirtschaftsstrukturen nicht lähmen lassen, die Ideen haben und die an diese Ideen glauben.

Ein ganzes Kapitel widmet der Autor übrigens den Frauen und den neuen Märkten - ein Thema, das Faith Popcorn mit EVAlution aufbereitet hat, das aber nun, da es Herr Peters ebenfalls aufgreift, vielleicht endlich mehr Gewicht für Marketingstrategen erhält.

(Höchstpersönliche Anmerkung der Rezensentin: Re-imagine! ist für mich persönlich das wichtigste Wirtschaftsbuch des Jahres. Als Einzelunternehmerin, die sich mit ihren Dienstleistungen ständig neu erfindet und gleichzeitig in der Erarbeitung ihrer Kernkompetenzen weiter voranschreitet, habe ich von der Lektüre enorm profitiert und wurde ich in vielen meiner Denkansätze bestätigt.)

Der Verlag Dorling Kindersley hat die kalkulatorische Quadratur des Kreises geschafft und kann dieses sehr gut übersetzte und auch (typo)grafisch spannende Buch für 29,90 anbieten. Amazon liefert versandkostenfrei.
von Karina Matejcek • keine Trackbacks

Richard Geml, Hermann Lauer: Das kleine Marketing-Lexikon

Cover Das kleine Marketing-Lexikon
Die 3. aktualisierte und grundlegend überarbeitete Auflage des "Kleinen Marketing-Lexikons" informiert konzentriert und übersichtlich über rund 1.600 Stichwörter aus dem Marketingbereich.

Das Spektrum der behandelten Begriffe umfasst alle Bereiche des modernen Marketings, von Strategie, Verkauf, Vertrieb und Werbung über Internet, Marktforschung und Wettbewerbsrecht. Schaubilder und Übersichten erleichtern das Verständnis. Wobei der Stil der Texte und die Typografie sehr lesefreundlich sind, was auch Einsteigern in die Marketing-Begrifflichkeit entgegenkommt.

Der Preis von ca. 30 Euro für 500 Seiten geballte Information ist auf jeden Fall gut angelegt.

"Das kleine Marketing-Lexikon" ist im Verlag Wirtschaft und Finanzen erschienen und kann auch bei Amazon erworben werden.
von Karina Matejcek • keine Trackbacks

23.03.2004

Karina Matejcek, Petra A. Bauer: Mama im Job

Familie managen, Karriere gestalten, Alltag organisieren

Mal wieder schamlose Werbung für eine Produktion aus dem eigenen Haus - auch wenn Karina sich selbst nicht traut...

Das neue Buch von Karina in Zusammenarbeit mit Petra A. Bauer widmet sich dem Alltag der "Working Moms". Mama im Job: Familie managen, Karriere gestalten, Alltag organisieren - die beiden Autorinnen zeigen, dass sich Familie und die eigene Karriere nicht gegenseitig ausschließen: Selbstverständlich kann man beides haben!

Das Buch zeigt anhand von vielen Praxisbeispielen, wie frau die Rolle der "Working Mom" aktiv gestalten und Familie, Beruf und persönliche Weiterentwicklung bewusst so verknüpfen kann, dass die Mütter selbst, aber auch die Familien und der Arbeitgeber profitieren. Viele Praxistipps zur Gestaltung des Arbeitsumfeldes, zu Weiterbildung, Networking und Work-Life-Balance machen es zu einem nützlichen Ratgeber. Die immer wieder eingestreuten Fallbeispiele und Zitate zeigen zudem, wo andere "Working Moms" mit Schwierigkeiten zu kämpfen hatten und wie sie diese aktiv meistern.

Ein wertvoller Ratgeber, den ich Korrektur lesen durfte grin
Mama im Job bei Amazon bestellen...
von eD, das kleine eDings • keine Trackbacks

18.03.2004

Borghoff, Rödig, Scheffczyk, Schmitz: Langzeitarchivierung

Cover LangzeitarchivierungMethoden zur Erhaltung digitaler Dokumente

Sie haben noch ein paar "exotische Disketten" rumliegen? So 5,25-Zoll-Scheiben vielleicht, die - grade mal ein paar Jährchen nach ihrem Einsatz - höchstens noch nostalgische Erinnerungen hervorrufen, deren Inhalt aber nie wieder über den Bildschirm flimmern wird?

Ein banales Beispiel für eine Reihe von brisanten Themen in Zusammenhang mit der digitalen Speicherung von Daten, die in vielen Unternehmen und Institutionen die Experten für Archivierung beschäftigen - bzw. beschäftigen sollten.

Das Buch "Langzeitarchivierung" spricht vor allem Bibliothekare, Archivare, Dokumentare und Informatiker an, bietet aber für alle an der Entwicklung unserer "digitalen Kultur" Interessierte eine äußerst lohnenswerte Lektüre. Insbesondere auch für Mitarbeiter in Unternehmen, die sich ohne technische Vorkenntnisse in entsprechenden Projekten wiederfinden und sich einen Überblick über den Stand des Wissens verschaffen müssen. Denn:

Digitale Archive befinden sich heute in jedem Unternehmen, von E-Mail-Archiven über Archive mit geschäftsreleventen Daten bis hin zu Archiven von Konstruktionszeichnungen, Bildern, Filmen ... also "Wissensarchive" in allen nur vorstellbaren Erscheinungsformen. Die Speicherung digitaler Dokumente birgt eine Fülle von Risiken und erfordert sehr viel technischen und organisatorischen Weitblick, um die Daten langfristig zu sichern und zugänglich zu halten. Da besteht vielfach enormer Handlungsbedarf, der auch immer mehr erkannt wird - und dieses Buch kann helfen, die Problematik rasch und von verschiedenen Seiten aus zu verstehen.

Die komplexe Materie wird durchwegs auch für Nicht-Informatik-Kundige äußerst verständlich dargestellt. Die Autoren legen Wert auf eine Gesamtsicht: organisatorische Bedingungen werden ebenso beleuchtet wie technische Grundlagen und Entwicklungen, die Möglichkeiten des Einsatzes von Datenbanken und Informationssystemen sowie die Frage der Dokumentenformate, der Migration von Daten auf digitale und nicht-digitale Speichermedien und die Aspekte "Veränderbarkeit" und "Emulation".

Anhand einiger Praxisbeispiele werden die Maßnahmen und ihre Umsetzung nachvollziehbar dargestellt. Zahlreiche Verweise auf Literatur und Quellen im Web laden zur vertiefenden Beschäftigung mit den Voraussetzungen und den Lösungsansätzen der digitalen Archivierung ein.

Erwähnt werden sollten an dieser Stelle auch noch das lesefreundliche Layout und die ebenso gelungene typografische Gestaltung, die das Lesen über die gelungene inhaltliche Darstellung hinaus zu einem Vergnügen machen.

Das Buch ist im dpunkt.verlag erschienen und bei Amazon erhältlich.
von Karina Matejcek • keine Trackbacks

21.02.2004

Ingo Hamm: Die MTV-Mindset-Studien

img/3791022202.03.MZZZZZZZ.jpgJugendmarketing mit Subkulturen und Lebensstilen

In einem mehrjährigen Forschungsprojekt wurde im Auftrag des Musikkanals MTV von den Instituten GIM argo und GIM die Zielgruppe "Jugend" erforscht. Die Altersgruppe der 14- bis 29-Jährigen wurde dabei mit unterschiedlichen Studien sowohl quantitativ als auch qualitiv erschlossen. Das Ergebnis: eine Segmentierung des Jugendmarktes bzw. eine Jugendtypologie - das so genannte "Mindset".

Die drei Hauptteile des Buches widmen sich der Theorie, der Darstellung der angewandten Methoden und der Beschreibung der Untersuchungen und Ergebnisse.

Dabei geht der Autor nicht nur auf die Bedeutung der Zielgruppe ein - immerhin handelt es sich dabei um eine "Subpopulation" von 15 Millionen Deutschen mit einem enormen Konsumpotenzial (bei den 12- bis 21-Jährigen geht man von 7 Mrd. EUR pro Jahr aus, wobei der einzelne Jugendliche durchschnittlich 510 EUR pro Monat zur freien Verfügung hat). Er erläutert auch die Grundlagen von Marketing und die Bedeutung der Marktsegmentierung und liefert eine umfassende Analyse des heutigen Verständnisses von Jugend. Dabei erwähnt er auch andere Studien wie z.B. die prominente Shell-Jugendstudie.

Auf 100 Seiten stellt Ingo Hamm den Ansatz und die Ergebnisse der MTV-Mindset-Studien vor. Die angewandten ethnographischen Methoden werden im Detail erläutert, ausgehend von der Geschichte der Ethnographie bis hin zum Einsatz der Feldforschung in Verbindung mit modernen Interview- und Auswertungsmethoden. Eines der Ergebnisse der Untersuchungen war die Segmentierung in zehn "Jugendmarkt-Segmente" und die Messung von Markenimages; die Erkenntnisse werden beispielhaft beschrieben.

Eine Diskussion des Forschungsansatzes schließt die Darstellung der Studien ab, die von einem Anhang mit Fragebogen, Erläuterungen zur Segmentierung, mit einem Anmerkungsapparat, Literaturhinweisen und dem Stichwortregister ergänzt wird.

Das Buch ist nicht nur für jene Leserinnen und Leser zu empfehlen, die sich mit der Zielgruppe "Jugend" befassen. Es stellt für Marketingexperten und an Marketing Interessierte eine spannende Lektüre dar, denn die Studien zeigen, wie man komplexen Zielgruppen "näher kommt".

Das Werk ist überdies ein gutes Beispiel dafür, wie komplexe wissenschaftliche Inhalte verständlich und leserfreundlich aufbereitet werden können. Daher eine "mehrdeutige" Lektüreempfehlung auch für Studierende in marketingorientierten Fächern sowie der Psychologie, der Soziologie und nicht zuletzt der Ethnographie. Diese können das nicht gerade kostengünstige Paperback ja gegebenenfalls in der Bibliothek ausleihen. - Käuflich zu erwerben ist das Buch zum Beispiel bei Amazon.
von Karina Matejcek • keine Trackbacks

Louis Back, Stefan Beuttler: Handbuch Briefing

img/3791021826.03.MZZZZZZZ.jpgEffiziente Kommunikation zwischen Auftraggeber und Dienstleister

Wie viele Projekte in der Werbung, im Marketing oder in der PR werden teurer als erwartet, später abgeschlossen als gewünscht oder überhaupt in den Sand gesetzt, weil sich Auftraggeber und Auftragnehmer nicht ausreichend abstimmten? "Der Ärger über die dabei verschwendeten Energien und Gelder ist einer der Gründe, warum dieses Buch entstanden ist", so die Autoren gleich zu Beginn des Buches. Ihr Credo: Kreative sollten sich als Dienstleister verstehen - und die Sache des Kunden zu ihrer eigenen machen.

"Schlechte Briefings sind teuer, gute sparen Geld" - an diesem roten Faden entlang entfaltet sich auf annähernd 300 Seiten ein Praxishandbuch, das Auftraggebern und ihren Partnern den Prozess des Briefings bis ins Detail darstellt. Das beginnt schon bei der Erklärung des Begriffs. Der den Autoren nicht gefällt: "Der Aspekt der Knappheit, der im englischen Wortstamm 'brief' (also: 'kurz') steckt, wird oft genug als Hinweis missverstanden, dass man die Sache schnell erledigen kann und wenig Aufwand damit haben wird. Diesen 'Zahn' wollen wir so schnell wie möglich ziehen: Jedes Briefing, das zu vernünftigen Ergebnissen führen soll, macht Arbeit. Auch und gerade dem Auftraggeber."

Sehr gut dargestellt ist die Spannung zwischen den "Kreativen" und dem Auftraggeber - die Autoren bieten immer wieder Gelegenheit zum Perspektivenwechsel und zur Selbstreflektion. Daher gibt es auch jede Menge Tipps, wie der Dialog, sollte er einmal ins Stocken geraten, wieder in die Gänge gebracht werden kann.

Schnell wird klar: Ein gutes Briefing ist auch - Beziehungsmanagement. Mehrere Kapitel werden daher der Kommunikation gewidmet, und zwar der internen, im eigenen Projektteam, als auch der externen, zum Partner.

Ein langer Abschnitt befasst sich mit den Vorarbeiten zum Briefing: Informationssammlung und Recherche, Marktforschung und Aufbereitung von Daten. Überlegungen zum Budgetrahmen, zur Zeitplanung und zu den Parametern der Erfolgsmessung folgen, bevor es dann ins Detail geht: Was muss in einem Briefing enthalten sein, wie sind diese Informationen aufzubereiten und in welchen Schritten bewegt man sich durch das Briefing? Was ist im Fall von Kommunikationsproblemen zu tun, und was sollte am Ende eines Projekts geschehen ("Manöverkritik")?

Checklisten und Praxistipps, ein äußerst umfangreiches Literaturverzeichnis und ein sehr guter Index machen die Sache rund. Hervorzuheben sind der angenehme Schreibstil und die sehr schöne Gestaltung - die Lektüre spart also nicht nur Nerven, sondern macht auch sonst Spaß.

Überaus empfehlenswert für Auftraggeber und Auftragnehmer, für Projektmanager und Team-Mitglieder sowie für alle, die sich intensiv mit den Themen Kundenkommunikation und Kreativ-Dienstleistung befassen.

Das Buch ist im Verlag Schäffer-Poeschel erschienen. - Bestellen können Sie es bei Amazon.
von Karina Matejcek • keine Trackbacks

17.02.2004

Martina Nohl: Workshop Typographie und Printdesign

Cover NohlEin Lern- und Arbeitsbuch

Sprache wird durch Schrift erst schön.
Erik Spiekermann


Die Autorin ist Schriftsetzerin und unterrichtet als Berufsschullehrerin im Druck- und Medienbereich. Das Buch wendet sich an angehende Mediengestalter ebenso wie an Praktiker in Kommunikationsberufen und nicht zuletzt an Lehrende. Auch für das Selbststudium ist das Buch sehr gut geeignet.

Die Vermittlung theoretischen Grundlagen- und Detailwissens geht einher mit vielen Beispielen aus der Praxis und mit konkreten Aufgaben, in denen das Gelernte umgesetzt werden kann. Der Charakter des Arbeitsbuches wird durch einen umfangreichen Teil "Material" unterstrichen: Schriftmuster und Farbwähler zum Ausschneiden sowie eine CD-ROM mit Aufgaben, Bild- und Übungsmaterial und einem Zusatzkapitel "Tabellengestaltung" bieten jede Menge Mehrwert.

Der Inhalt: Nach der Einleitung wird das Handwerkszeug vorgestellt: manuelle Hilfsmittel, Zeichen, Schriftschnitte und Schriftfamilien, und das Einheitensystem. Auf 30 Seiten widmet die Autorin sich der "Lesbarkeit", wobei sie sehr ins Detail geht und viele Beispiele bringt, bevor sie im Kapitel "Schrift" auf Schriftcharakter, Schriftarten und Auswahl von Schriften zu sprechen kommt. Seitenaufbau, Gestaltungslemente und Layout werden ebenfalls sehr ausführlich behandelt; den Themen "Farbe" und "Bildbearbeitung" widmet die Autorin jeweils eigene Kapitel.

Sehr gute Einblicke in das Wesen der Typografie - oder besser: der Typografen wink - geben die Kapitel "Insiderwissen" und "Metatypografie", in denen es um Fragen wie "Qualitätssicherung" und um Argumentationshilfen für allfällige Diskussionen zum "typografischen Instinkt" geht.

Die Gestaltung des Buches entspricht dem Thema: Layout, Typografie und Material passen zusammen und hinterlassen einen stimmigen Eindruck - was ja gar nicht anders sein kann, hat Martina Nohl doch Satz und Layout selbst gestaltet.

Das Buch erschien im dpunkt.verlag und kann über Amazon bestellt werden.
von Karina Matejcek • keine Trackbacks

08.12.2003

Astrid Haarland, Markus Ch. Koch: Generation Blogger

img/3826614003.03.MZZZZZZZ.jpg
Auf dem Cover sitzt ein Männchen mit Notebook unter einer Palme auf einer Insel. Was uns das sagen will, kommt die ganzen 300 Seiten des Buches hindurch nicht zum Ausdruck. "Generation Blogger" - der Titel ist ein zweites Merkmal, das irritiert. Wer oder was ist diese "Generation Blogger"? Auf Seite 225 werden wir eingeweiht: "[...] immer mehr Menschen ohne technische Vorbildung bedienen sich dieser Technik, um ihre eigenen Inhalte ins Web zu stellen und damit zu informieren und weltweit an der eigenen Expertise teilhaben zu lassen. Konzentration auf Inhalte wird möglich, die technische Umsetzung ist von untergeordneter Rolle. In diesem Sinne sind Weblogs vielleicht wirklich die größte Erfindung seit Gutenberg und wir sehen einer völlig neuen Generation von Medien und diese gestaltenden Menschen entgegen, einer Generation Blogger". Große Worte in einem Buch, das auf 200 von 300 Seiten technische Details ausbreitet.

Unklar bleibt, wer eigentlich die Zielgruppe des Buches ist. Einsteiger ins Thema werden durch die fast zwei Drittel des Buches füllende Einführung in die Weblog-Software Movable Type wohl eher frustriert, noch dazu, wo diese umfangreiche technische Einführung auf dem Cover gar nicht angekündigt wird. Jene, die sich ein Blog auf Movable Type aufsetzen, werden aber das Buch nicht brauchen. Denn wer sich zum Einsatz dieser Software entschließt, gehört eh schon zu den "Auskennern". - Und was fehlt, ist eine Übersicht über sonstige Blog-Systeme, mit einer Darstellung von Vor- und Nachteilen.

Die Struktur des Buchinhaltes ist etwas verwirrend: Nach einer knappen Einführung geht es gleich ans Anlegen eines "Blogger.com"-Accounts, bevor man noch so recht erfährt, was das ganze Bloggen den nun eigentlich soll. Das wird erst im Kapitel 9 "Eine kurze Geschichte des Bloggens" und Kapitel 10 "Informieren. Publizieren. Vernetzen - wie Blogs unsere Informationswege verändern können" angerissen - und durch zahlreiche Allgemeinplätze versuchsweise beantwortet ("Netzwerke des Vertrauens", "'United Nations of Blogs'", "Die neuen Gatekeeper - Experten bloggen" ...).

Und obwohl auf Seite 117 angekündigt wird, dass sich das Buch ab hier ausschließlich mit Movable Type befasst, findet man immer wieder kurze Abschnitte, die auf inhaltliche und "blog-philosophische" Aspekte eingehen, besonders im Teil D, "Tune Up MT", das mit einer Einführung in "Weblogs für ein professionelles Webpublishing" beginnt (Kapitel 25).

Das Kapitel 26 heißt dann endlich "Generation Blogger" - ein unvermittelter Einschub, der eigentlich an den Beginn des Buches gehören würde, denn darin wird beschrieben, wie Weblogs (angeblich) unsere Kommunikationsstrukturen verändern: "Dies ist das Ende des 'theoretischen Teil dieses Buches. Statt eines Nachwortes - für das es noch zu früh ist - an dieser Stelle eine kurze Zusammenfassung über Weblogs ..." - es folgt u.a. die oben angeführte Beschreibung der "Generation Blogger". - Weiter geht es nun noch 60 Seiten lang mit Erklärungen, wie mit Templates, Tags und Stylesheets die Seiten von Movable Type zusammengebaut werden, welche PlugIns es gibt, wie Daten gesichert werden etc. - Nützlich wohl im Gesamtzusammenhang des Buches, aber eben noch mal eine Menge Technik- und Designwissen für jene, die vielleicht grade das erste Mal etwas von FTP, Tags und Templates gelesen haben: "Untersuchen Sie den Quellcode interessanter Seiten, denn diese stellen die Hauptquelle für neues Wissen und neue Techniken dar! Falls Sie sich weiterhin ambitioniert mit der Anwendung von Stylesheets auseinandersetzen, kommen Sie um das eine oder andere Fachbuch nicht herum. Und auch, wenn Sie bislang nichts oder nur wenig mit HTML-Programmierung zu tun hatten, sind Sie mit dem Abschluss dieses Kapitels wirklich weit vorgedrungen - keine Angst vor weiterem Neuland! Und irgendwie macht es ja auch Spaß!" - Und irgendwie ist das ja auch genau das, was viele bislang davon abhielt, ihre Websites selbst zu gestalten und zu aktualisieren.

Das wird auch mit "Generation Blogger" nicht geändert werden, das ja immerhin die einfache Publikation von Inhalten im Web verspricht. Eine konsequente Zweiteilung in eine allgemeine Einführung und in Technisches oder gar eine Auslagerung des Movable-Type-Teiles in ein eigenes Buch mit dem Titel "Content Management light mit Movable Type" hätte wesentlich mehr gebracht und auch die Zielgruppen besser erreicht. So ist die Frage, ob dieses Buch dem "Phänomen Blogger" nicht eigentlich einen Bärendienst erwiesen hat, indem es genau jene, die sich mit dem Thema "Weblogs" befassen sollten (jene, die von einer einfachen, kostengünstigen und "untechnischen" Möglichkeit des Online-Publishings profitieren würden), von technischen Details überfordert zurücklässt.

Das Buch bei Amazon
von Karina Matejcek • keine Trackbacks

05.12.2003

Rainer & Melanie Langenhan: Internet für Juristen

Cover LangenhanInternetadressen und ihre Bewertung

Internet - nicht nur für Juristen! Was Rainer und Melanie Langenhan da zusammengetragen, bewertet und zu einem kompakten Büchlein geschnürt haben, ist nicht nur für Juristen eine Recherchehilfe, sondern für jede und jeden, die immer wieder mal nach juristischen Informationen, Datenbanken, Gesetzen, Entscheidungen und öffentlichen Informationsangeboten im weitesten Sinne suchen. - Bei mir jedenfalls wird "Der Langenhan" künftig in Griffnähe bleiben.

Die höchst individuelle Bewertung in Bronze, Silber und Gold für die Umsetzung und das Erscheinungsbild sowie die Sternchen-Bewertung für den Informationsgehalt sind jeweils ausführlich erläutert - und zeugen darüber hinaus von der Begeisterung, die die Autoren für die Möglichkeiten des Internet hegen.

Daher beschränkt sich der Inhalt des Buches auch nicht auf die Aufzählung und Kommentierung von Links, sondern bietet Grundlagen zur Internetnutzung, zu Newsgroups, Mailinglisten, Weblogs, Wikis sowie eine ausführliche Darstellung des Nutzens von PDAs und PDA-Anwendungen für Juristen.

Auf der Website zum Buch unter www.internet-fuer-juristen.de finden Sie Informationen zum Buch, das Inhaltsverzeichnis sowie Leseproben. Ein empfehlenswerter Newsletter, der die Inhalte des Buches ergänzt, kann auf der Website abonniert werden.

Handakte WebLAWg ist das Weblog von Rainer Langenhan, auch dort gibt es regelmäßig Interessantes aus der Welt von Recht & Gesetz.

Internet für Juristen gibt es für ca. EUR 19,90 bei Amazon.
von Karina Matejcek • keine Trackbacks
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