21.07.2006

“Helfen Sie uns, unser Angebot zu verbessern”

Im Moment findet man wieder an vielen Stellen die Bitte, an einer Online-Leserbefragung teilzunehmen. Und in der regel bin ich auch nicht abgeneigt. In der Regel!

Denn wenn ich mich z.B. bei Technology Review schon (subjektiv) ungefähr 10-12 Formularseiten gequält habe und dann der Fortschrittsbalken noch immer suggeriert, dass ich gerade knapp ein Viertel der Befragung hinter mich gebracht habe, dann verliere ich echt die Lust. Wer denkt sich eigentlich all diese Umfragen aus? Und wichtiger noch: Müssen diese Leute sich wenigstens selbst mal durch ihre Ergüße quälen? Scheint nicht so.

Jedenfalls - ich hätte ja gerne geholfen. Aber irgendwie ist meine Geduld und Zeit auch beschränkt. Kleiner Tipp: Schaut euch mal andere Befragungen an - da kann man jederzeit abbrechen und auf Wunsch später weitermachen!
von ms

20.07.2006

Symantec und die Mehrfach-Lizenzen

Software-Hersteller kommen doch immer auf nette, kundenfreundliche Ideen: Wenn man eine 5-User-Lizenz für Norton Internet Security erwirbt, dann wird nicht nur der 30-Tage-Testzeitraum von der Lizenzdauer abgezogen (wenn man ihn denn genutzt hat), sondern es gilt auch für alle 5 Lizenzen das Datum der ersten Installation. So hat jetzt das gerade installierte, nagelneue Notebook nur ein halbes Jahr Schutz. Nee, is schon klar: Symantec will mir die Administrationstätigkeit erleichtern - läuft doch jetzt für alle PCs und Notebooks der Schutz zum gleichen Stichtag ab. Nur, dass ich mich ein wenig ver***** fühle und jetzt wohl endgültig den Anbieter wechseln werde.
von ms

Buchrecherche

Schnell mal auf den Seiten eines bekannten IT-Buchverlages vorbeigeschaut. Schließlich sollte man sich ja über die aktuellen Neuerscheinungen auf dem Laufenden halten. Gleich auch eine interessante Neuerscheinung gefunden - und in der Beschreibung den Link zur Website des Autors. Allein: Der Link funktioniert nicht! Was machen eigentlich Leute, die dann nicht manuell den verhunzten Link aus dem Quelltext herausfriemeln wollen?

Dann einen vielversprechenden Link gefunden: "Alle Neuheiten von xxxxxxxxxx" - geklickt und siehe da: 25 Treffer. Moment, warum aber auf drei Seiten wenn es heisst: "Es werden bis zu 7 Treffer pro Seite angezeigt". 3 mal 7 = 21 ??? He ... und warum erscheinen eigentlich auf allen drei Seiten die gleichen Bücher? 3 mal 7 = 7 ??? Firefox? Nee, gleiches Ergebnis mit dem IE. Kollegin gefragt: Anderer Rechner, gleiches Resultat! Bäh, ich will aber alle 25 Neuvorstellungen sehen!

So weit, so schlecht. Aber zwei Stunden später ... gleiche Website, andere Einstiegspunkt. Gleicher Link wie oben. Doch jetzt: "20 Produkte wurden gefunden. Es werden bis zu 10 Treffer pro Seite angezeigt" --- Und: Es funktioniert alles. Im FF wie im IE. Könnte mal bitte jemand überprüfen, wie das CMS URLs und Sessions handhabt? BITTE!!!
von Markus Stolpmann

19.06.2006

Erwischt mit geklautem WM-Ticket

WM 2006 - eigentlich kein echtes Thema für eDings. Aber heute berichtet die Netzeitung: Mit geklauter Karte im Stadion festgenommen. Richtig ... war da nicht was? RFID-Chips, Personalisierung der Karten, ... - scheint ja tatsächlich zu klappen!

Pustekuchen: Der Dieb hatte der Frau kurz vor dem Spiel die Handtasche samt Ticket geklaut und sich dann dreist auf ihren Platz gesetzt. Aber nicht der RFID-Chip hat ihn verraten, sondern der Ehemann der Frau, der neben ihm sass und die Polizei informierte. Der Abgleich der Personendaten mit den zum Ticket gespeicherten findet nämlich gar nicht flächendeckend statt.

von ms

08.06.2006

Neue Maschen bei Phishing und Spam

Eine neue Welle von Spam- und Phishing-Mails zeichnet sich dadurch aus, dass die in den Mails enthaltenen Links auch die Empfänger-Mailadresse enthalten. So bestätigt jeder, der auch nur aus Neugier mal auf einen solchen Link klickt, gleich seine Mailadresse.

In einer weiteren Welle versuchen Spammer offenbar, mit Mails, die nur eine Zahlenkombination in Betreff und Nachrichtentext aufweisen, ungültige Mailadressen auszusortieren. Wie Heise und antispameurope mitteilen, offenbar erfolgreich.

Bei anderen Phishing-Attacken ist festzustellen, dass die in den Mails enthaltenen Links bei jeweils gleichem Mailtext auf zahlreiche unterschiedliche Server verweisen. Selbst wenn ein Phishing-Server abgeschaltet wird, stehen dann noch etliche weitere zur Verfügung.

Weitere Phisher versuchen gar nicht mehr, die Opfer zur Eingabe von Tans auf einer gefälschten Website zu bewegen, sondern hängen an ihre Mails "Sicherheitsupdates" an, die der geneigte Kunde doch bitte einspielen möge. Klar, dass es sich dabei in Wirklichkeit um Trojaner handelt.

Und Spammer, die US-Angebote anpreisen, kommen immer häufiger komplett ohne Links aus: Im Mailtext werden Telefonnummern angegeben, die doch bitte anzurufen sind.

von Markus Stolpmann

28.05.2006

Wenig durchdacht? Google AdWords mit Video-Anzeigen

Manchmal kommt man auch bei Google auf ziemlich absurde Ideen. So mit den neuen Video-Anzeigen, die man bei den AdWords jetzt schalten kann. Irgendwie kann ich an deren Erfolg nicht so recht glauben...

Zunächst: Die Videos starten nicht automatisch, sondern der Benutzer muss sie erst per Mausklick aktivieren. Zunächst wird nämlich nur ein Standbild angezeigt. - Gut, so passen sich die Video-Anzeigen zwar besser in die unaufdringliche Form der restliche AdWords-Formate ein ... aber jeder Klick kostet Interessenten. Während die beim Klick auf ein AdWord bishr auf der Webseite des Werbetreibenden landeten, sollen sie sich jetzt erst mal ein Video anschauen. Das heisst: Das Standbild muss schon mal reizvoll genug sein, den Klickimpuls auszulösen ... und dann muss das Video diesen Impuls aufrecht erhalten oder gar steigern. Viel Glück!

Zweitens: Video-Produktion ist teuer! Ein AdWord ist schnell getextet. Aber ein ansprechendes Video zu gestalten ist aufwändig und kostspielig. Damit fällt diese Werbeform für viele AdWords-Nutzer weg, denn sie haben weder Know-how noch Resourcen, um erfolgreiche Video-Anzeigen zu produzieren.

Drittens: Mal ehrlich - wenn ich surfe, habe ich weder Lust noch Zeit, gezielt auf Werbevideos zu klicken, um diese anzuschauen. Entweder erreicht mich die Botschaft ohne mein Zutun oder sie erreicht mich gar nicht. Daraus resultiert, dass Googles Video-Anzeigen gegenüber Textanzeigen geringere Klickraten und damit Werbeerfolge erwarten lassen. Und das zu höheren Produktionskosten?

Tja ... irgendwie scheint das Ganze nicht wirklich durchdacht. Und wenn ich wirklich ein supertolles Werbevideo hätte, das jeder sehen will, dann brauche ich das AdWords-Programm nicht. In dem Fall kriege ich meine Botschaft auch kostenlos über Viralmarketing verbreitet.
von ms

Online-Magazin kooperiert mit Blogsuche

Time.com ist das vermutlich erste Beispiel eines Online-Magazins, das sich gezielt Blogs als ergänzender Informationsquelle für die Leser bedient. Möglich wird das, indem die Artikel jeweils einen Link zur Blog-Suchmachine Sphere enthalten, über den themenrelevante Blogeinträge gefunden werden können. Zitat: "Related Blogs: Click here for blog postings from around the web that are related to the topic of this article."

Die Kooperation könnte Schule machen- und dabei gleich den Markt der Blog-Suchmaschinen neu ordnen.


von Markus Stolpmann • keine Trackbacks

27.05.2006

Wikipedia und die Neutralität

So schön eine Community-basierte Wissensplattform ist, die nicht nur jedem frei zur Verfügung steht, sondern bei der auch jeder eigene Informationen beitragen kann, so heikel kann es auch sein, mit dieser Freiheit und Offenheit umzugehen. Besonders darunter zu leiden hat Wikipedia - ob nun in den USA (erst kürzlich wurde bekannt, dass dort von Rechnern des US-Kongresses Informationen über Abgeordnete offenbar gezielt manipuliert wurden) oder auch in Deutschland. Hier trägt die Seite zum Siemens-Chef Klaus Kleinfeld seit kurzem den Hinweis:
Die Diskussion über diesen Antrag findet auf der Qualitätssicherungsseite statt.
Hier der konkrete Grund, warum dieser Artikel auf den QS-Seiten eingetragen wurde: Der Nutzer "Siemens AG" sowie etliche IPs aus dem Nummernraum des Siemens-Konzerns versuchen offensichtlich, durch ständige Reverts erhebliche Informationen zu unterdrücken. Ich bitte um Qualitätssicherung.
--Ischariot 15:13, 24. Mai 2006 (CEST)
Theoretisch sind die Autoren von Wikipedia zur Neutralität angehalten - aber was bedeutet in diesem Fall Neutralität? Ist beispielsweise der Hinweis auf das Scheitern der Sanierung der Handy-Sparte "neutral"? Oder soll er den Siemens-Chef in ein negatives Licht rücken? Letztlich hängt die Beurteilung vom Betrachtungsstandpunkt ab.

Wiemit solchen Meinungsverschiedenheiten umzugehen ist, muss die jeweilige Community entscheiden. Aber dazu muss sie sie erst einmal aufgedecken. Denn das Problem betrifft nicht nur Wikipedia, sondern jegliche Form von user-generiertem Content, der nur bedingt von der Gemeinschaft überprüft werden kann: Bei Amazon finden sich zahlreiche "Gefälligkeits-Rezensionen", in manchem Meinungsportal mag man einer Bewertung erst trauen, wenn sich eine kritische Masse ähnlich lautender Meinungen angesammelt hat, etc. pp.

Das Problem ist wohl weniger die Freiheit, die mit der Meinungsäußerung verbunden ist. Vielmehr ist es die Anonymität bzw. Pseudonymität, hinter der sich mancher der Meinungsmacher versteckt...


von Markus Stolpmann • keine Trackbacks

25.05.2006

Text Links Ads Worth Calculator

Der Text Links Ads Worth Calculator hilft dabei, den Marktwert von Anzeigen auf der eigenen oder fremden Webseiten zu bestimmen. Dazu werden verschiedene Faktoren wie Platzierung, Thema der Seite und die URL (zur Bestimmung der Popularität) herangezogen. Die Angaben (in US-$) geben einen ungefähren Richtwert ... nicht mehr und nicht weniger. Berücksichtigen sollte man zudem, dass das Tool nicht unbedingt auf den deutschen Online-Werbemarkt zugeschnitten wurde. Trotzdem nett. Gefunden in Gerhard Schoolmanns Gastgewerbe Gedankensplitter, der auch ein paar Beispiele nennt.

von Markus Stolpmann • keine Trackbacks

16.05.2006

Google Trends

Trend-Analyse mit Google? Naja - in Ansätzen. Auf google.com/trends kann man die Popularität verschiedener Suchbegriffe im Zeitverlauf gegenüberstellen. Dabei wird ausgewertet, wie oft Google-Nutzer nach den entsprechenden Begriffen gesucht haben. Zudem verweist das Ergebnis auch auf wichtige Medienereignisse, die die Popularität beeinflusst haben (können). Die Trend-Analyse funktioniert nur für Begriffe, die eine gewisse Häufigkeit haben. Und bei der Bewertung der Ergebnisse ist naturgemäß Vorsicht geboten ... sonst könnten Sie mit dem Tool nachweisen, dass "sodoku" populärer als "god" ist. Aber Sie wollen ja nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Probieren Sie lieber mal verschiedene Linux-Distributionen grin

von Markus Stolpmann
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