08.07.2008
Das Problem mit den WebApps
Es könnte alles so schön sein: Man muss sich nicht mehr um Updates kümmern, hat seine Daten und Dokumente online verfügbar und kann von jedem Rechner mit Online-Zugang arbeiten - in der Theorie sogar unabhängig von der Wahl des Browsers und des Betriebssystems. Aber in der Praxis macht einem dann manchmal die Technik einen Strich durch die Rechnung...Der aktuelle Bericht von The Register über einen einstündigen Ausfall von Googles Online-Applikationen wie Google Docs und Google Spreadsheet zumindest für einen Teil auch zahlender Nutzer ist nur das letzte Beispiel in einer ganzen Reihe von Ausfällen bei Branchengrößen wie Google, Amazon und Co. im WebApp-Business.
Dabei sollte man annehmen, dass zumindest diese Anbieter über die entsprechenden Ressourcen verfügen, um Systeme mehrfach abzusichern und bei Bedarf rasch auf ein Ersatzsystem umzuschalten. Doch wenn hier schon Probleme auftauchen, wie (un)zuverlässig sind dann möglicherweise kleinere Anbieter? Service Level Adreements (SLA), die gegebenenfalls bestimmte Verfügbarkeitsvorgaben machen und bei Nichteinhaltung Rückzahlungen oder sogar Schadensersatzleistungen vorsehen, sind im Fall des Falles auch nur ein schwacher Trost - zumal, wenn einem Termine im Nacken sitzen oder der Vortragende bedauern muss, dass die einzige aktuelle Version seiner Präsentation leider nur online existiert und der Zugriff darauf momentan leider gestört ist.
Ganz ohne eigene Software-Installationen, lokale Backups und Plan B wird es also auch in absehbarer Zeit nicht gehen...
06.07.2008
Sind Voicemail und Sprachnachrichten tödlich inneffektiv?
Michael Arrington schreibt auf Techcrunch in Think Before You Voicemail den Tod von Anrufbeantwortern und Voicemail herbei ... frei nach dem Motto: "Schreiben Sie mir eine Mail wenn Sie mich nicht telefonisch erreichen, meine Sprachnachrichten höre ich nur sporadisch und ungern ab." Aber trifft das die Realität?Klar, jeder kennt die Probleme: Um den Anrufbeantworter oder die Voicemail abzurufen, muss man sich durch irgendwelche Menüs hangeln, sich # - 5 - 8 - 6 - 6 - 6 - 1 - * merken, dann ist die Nachricht kaum verständlich, man soll eine Nummer zurückrufen, die man so schnell gar nicht notieren kann ... und überhaupt schreibt dieser blöde Stift wieder nicht. Und außerdem, warum kann der Typ nicht einfach eine E-Mail schreiben?
Also als Anrufbeantworterspruch: "Sorry, ich bin nicht erreichtbar. Vergessen Sie es, eine Nachricht zu hinterlassen, wenn Sie ein echtes Anliegen haben. Schreiben Sie mir stattdessen eine Mail an ..."
Scheint ja auch praktisch: Ich kann Mails schneller lesen und bearbeiten, als ich Sprachnachrichten abhören kann (sofern ich mich daran erinnere, wie es geht). Wenn ich Mails bearbeite, habe ich zudem gleich alle meine Unterlagen parat. Und so trickse ich dann gleich auch noch die leidigen Telefonspammer und Anrufe von Sprachcomputern aus.
Dummerweise ist es aber nicht so einfach. Das erste Problem: Nicht jeder, der mich anruft, hat auch meine E-Mail-Adresse. Und selbst wenn ich sie mit aufspreche, werden sich diese nicht alle fehlerfrei merken. Während ich mir eine Sprachnachricht wenigstens noch mehrmals vorspielen lassen kann, wenn ich etwas nicht verstanden habe oder es zu schnell ging, hat der Anrufer bei der Ansage nur eine Chance - oder er muss erneut anrufen, um sie noch einmal zu hören.
Viel gravierender aber ist, dass ich mein Gegenüber so zum Medienbruch zwinge: Während ich Mails ein wenig schneller bearbeiten kann, muss der Anrufer mühsam zu seinem Mailprogramm wechseln, evtl. erst seinen Computer hochfahren, um dann die Nachricht "Ruf mich mal zurück. Peter" an die richtige Mailadresse zu versenden. Scheint in der Summe des Vorgangs nicht besonders effizient, oder?
Und was ist mit Leuten, die von unterwegs anrufen? Klar, es gibt die Möglichkeit, SMS (teuer) oder E-Mail (kompliziert) auch von vielen Handys zu versenden. Aber wird das in so einem Fall wirklich jemand machen? Und es soll ja auch noch Teile der Bevölkerung geben, die Internet und E-Mail gar nicht nutzen ... was ist mit denen?
Voicemail scheint demnach doch nicht ganz so tot zu sein, wie Michael Arrington suggeriert. In manchen Kreisen übernehmen E-Mail, IM usw. langsam Teile der Funktion des Anrufbeantworters - aber längst nicht überall. Mein Telefonsystem sendet mir eingehende Sprachnachrichten und Faxe eh per E-Mail zu. Gut, die Sprachnachrichten sind noch Audio-Dateien, aber an Speech-to-Text-Lösungen für dieses Szenario wird schon eifrig gearbeitet.
01.07.2008
Große Freiheit oder großer Frust: zukünftig beliebige Toplevel-Domains möglich
Abgesehen davon, dass ich mich frage, ob künftig jedes Klein-Kleckersdorf seine eigene TLD benötigt: Die nun verkündige Entscheidung kann absurde Auswirkungen haben."Sie finden uns unter mydomain dot com!" - "'Tschuldigung, wie schreibt man das?" - "Ganz einfach: dot wie Punkt und Com: K-O-M-M..."
Heute kann man sich sich TLD zumeist noch zusammenreimen ... demnächst wird die Frage der Memorierbarkeit möglicherweise wieder stärkere Bedeutung zugemessen: Kann sich der durchschnittliche Nutzer Domainnamen und TLD merken und fehlerfrei schreiben?
Und was ist eigentlich dann die sinnvollste TLD für eine Metropole wie Wien? .wien oder doch lieber .vienna?
Noch spannender wird es wohl werden für Markeninhaber. Müssen die sich dann alle möglichen Kombinationen mit "denkbaren" neuen TLDs registrieren, um sich vor Domaingrabbern zu schützen? Oder wird man Domains nur noch registrieren können, wenn man nachweisen kann, dass man Marken- oder Rechtsinhaber ist? Das wird dann auf jeden Fall lustig, wenn sich global tätige Unternehmen ihre Markennamen in allen neuen TLDs sichern wollen/müssen. Nicht auszudenken, wenn adidas.vienna oder apple.london nicht dahin führen, wohin sich die Nutzer das vorstellen.
Und endlich gibt es dann auch wieder neue Möglichkeiten für lustige Attacken auf Bankkunden: "Bitte aktualisieren Sie Ihre Daten auf www.deutschebank.frankfurt ... pardon: www.frankfurt.deutschebank ... ach nein ... www.deutschebank.bank ... oder doch www.deutsche.bank!" Irgendwas wird schon temporär zu bekommen sein. Oder sollte man gleich die TLD .banking beantragen?
Da fällt es schon gar nicht mehr ins Gewicht, dass die automatische Erkennung von URLs und Mailadressen mit jeder neuen TLD schwieriger wird. Und bis heute hat man bei einigen Formularen Schwierigkeiten, wenn man eine E-Mail-Adresse auf einer .info-Domain angeben will - manches Formular geht nämlich noch immer davon aus, dass TLDs maximal drei Stellen haben. Da wird es mit bis zu 64 (oder mehr) möglichen Zeichen richtig lustig.
Aber vielleicht werden sich einfach die Internet-Nutzer weigern und die neuen TLDs dümpeln irgendwann dahin und werden kaum genutzt? Warten wir ab!
21.11.2007
Amazon und die eBooks
Wieder kein gescheiter eBook-Reader für mich! Amazon hat Anfang der Woche seinen seit drei Jahren im Geheimen entwickelten "Kindle" vorgestellt, der ab sofort für 399$ in den USA verfügbar ist. Und nur dort.Das Gute zuerst: Der eBook-Reader von Amazon nutzt die Technologie von eInk. Das bedeutet ein ultrascharfes Display und sehr lange Akkulaufzeiten, denn anderes als bei normalen LCDs, bei denen das Bild zigmal pro Sekunde neu aufgebaut werden muss, ist eInk wie "elektronisches Papier": Das Bild wird einmal aufgebaut und "steht" dann bis zum nächsten Bildwechsel. Das kann man sich ungefähr so vorstellen, als wenn kleine Heinzelmännchen blitzschnell kleine Kügelchen drehen, die auf der einen Seite schwarz, auf der anderen weiss sind. Jedes Kügelchen ein Bildpunkt und jedes Kügelchen bleibt in seiner Lage, solange es nicht wieder gedreht wird. Naja ... so ähnlich.
Kindle hat nicht nur schwarz und weiss, sondern kann 4 Graustufen darstellen. Und Kindle zeigt immer eine Seite eines Dokuments an - scrollen ist nicht vorgesehen (und wohl auch keine Stärke der eInk-Technologie). Da nur für den Bildwechsel ("Page Flips") Energie benötigt wird, ist das Gerät ziemlich energiesparend. Es hat aber auch keine Hintergrundbeleutung - Lesen im Bett ist also nur mit eingeschaltetem Licht möglich.
Der/die/das Kindle hat die Größe eines Taschenbuchs, ist superleicht und hat links und rechts ein paar große Tasten, um weiter- und zurückzublättern. Es gibt auch eine Tastatur, die mit den Daumen bedient wird (SMS lässt grüßen) und mit der z.B. elektronische Bücher durchsucht werden können, aber auch neue Bücher gekauft werden können (ohne PC-Anbindung) und anderes mehr. Der Speicher lässt sich per SD-Card erweitern, der Akku ist wechselbar, der Kindle ist binnen 2 Stunden geladen und soll dann 30 Stunden und mehr durchhalten.
Toll. Wäre da nicht die Hürde von 399$, wollte ich jetzt einen haben. Aber einerseits gibt es das Gerät nur in den USA. Und zum anderen habe ich Ihnen bislang nur die erfreulichen Dinge erzählt.
Dumm ist nämlich, dass der Kindle ein reines Buchlesegerät ist. Kein E-Mail-Empfang, ein rudimentärer Webbrowser, der als experimentell gekennzeichnet ist, Webseiten nur bildschirmweise in Graustufen darstellt (kein Scrollen, nur Blättern!), der sich nicht auf Multimedia und Co versteht und der wenig Spaß macht. Keine Kindle-Anwendungen, mit denen man das Gerät erweitern könnte, keine Spiele, nix. Mein PDA kann mehr.
Dazu kommt ein proprietäres DRM-System. Klar: Ich soll ja als Kunde meine eBooks bei Amazon kaufen. Aber kein nativer PDF-Support. Und was mache ich mit gekauften eBooks, wenn der Kindle mal nicht mehr mag? Ich habe schon mal ein "Regal voller e-Fachbücher" verloren, die ich zwar erworben hatte, die aber nur für den jeweiligen PC freigeschaltet waren. Als ich den Rechner wechselte, war der Anbieter mittlerweile entschwunden - und meine Files nicht mehr freischaltbar.
Natürlich kann der Kindle nichts dafür, dass eBooks bestimmte Nachteile haben - ich lese trotzdem immer wieder welche ... aber am liebsten als unverschlüsselte PDFs und auf dem Endgerät meiner Wahl. Der Kindle kann Bücher in verschiedenen Schriftgrößen anzeigen, sie durchsuchen, das Layout automatisch dem Screen anpassen und mehr. Amazon speichert meine eBooks zudem auf deren Server, so dass ich die Bücher auf dem Gerät problemlos löschen und später wieder runterladen kann. Und ich brauche wirklich keinen PC. Der Kindle nutzt aber auch nicht WLAN ... nicht überall verfügbar, nicht zuverlässt, meint man bei Amazon. Dafür nutzt er ... Mobilfunk ... (schon wieder einer). Und zwar kommt er mit einer Sprint EV-DO Kommunikation. Nie gehört? Kein Wunder: Die Technik ist bei uns quasi unbekannt. Für Kindle-Käufer in den USA sind damit keine monatlichen Kosten verbunden, sie können mit dem Kindle im Kindle-eBook-Store jederzeit neue Bücher kaufen und sogar begrenzt surfen ... alles ohne Kosten für die Datenübertragung.
Aber EV-DO behindert die Verbreitung des Gerätes in Europa. Und sorry: Die meisten Käufer, die bereit wären, 399$ für Kindle auszugeben, haben wohl auch einen PC (oder Mac) und vermutlich auch viele WLAN. Aber WLAN verträgt sich auch nicht gut mit langer Akkulaufzeit. Naja. Zwangs-DRM mit Zwangs-Bindung an Amazon mag ich auch nicht wirklich (naja, wenn man mir den Reader schenken würde und ich nur für die eBooks zahle, würde ich mich vielleicht schlagen lassen). Vielleicht sollte ich aus den USA ein gehacktes iPhone zum gleichen Preis importieren und auf die Handy-Funktionen verzichten, dafür dort meine eBooks lesen?
In der Summe ist der Kindle eine nette Studie, die aber am Preis und an den Nutzereinschränkungen krankt. In der Preiskategorie sind Mini-Notebooks, Smartphones und PDAs zu haben, die mehr können und den Nutzer weniger gängeln. Die Displays und Akkulaufzeiten sind nicht so toll. Aber vielleicht wird das ja irgendwann mal?
15.11.2007
Google ... ganz ohne Phone
Dass der Mobilfunkmarkt in Bewegung gerät, war ja abzusehen. Dass Mobilfunk und Internet zusammenwachsen, ist auch kein Geheimnis. Und dass Google mitmischen möchte, pfiffen die die Dächer längst schon selbst, die Spatzen sind längst schon weitergezogen. Aber das von manchen erwartete gPhone kommt so erstmal nicht.Ja - Google will im Mobilfunkbereich mitmischen.
Nein - ein Google Phone wird man erstmal nicht kaufen können!
Vielmehr hat Google die Katze aus dem Sack gelassen: ein Handy-Betriebssystem will man entwickeln. Und hat 30 zum Teil hochkarätige Mitstreiter gewonnen. Open Source soll es sein ... das macht sich heute immer gut. Und damit quasi gratis verfügbar. Toll. Fast altruistisch.
Doch erst auf den zweiten Blick offenbart sich die wahre Genialität. Denn nicht die GPL soll als Lizenz zum Einsatz kommen, sondern die wesentlich unternehmensfreundlichere Apache License. Das erlaubt es Entwicklern, nicht alle Erweiterungen und Modifikationen im Quelltext offenlegen zu müssen. So kann zwar eine Heerschar von Open Source Entwicklern zusätzliche Anwendungen für das Handy-Betriebssystem entwickeln, aber Anbieter und Hersteller werden ihre Funktionen und Erweiterungen exklusiv anbieten können. Und Geschäftsmodelle darum herum aufbauen. Kein Wunder, dass sich unter den Partnern sowohl Mobilfunkanbieter als auch Gerätehersteller befinden. Das Beste für Google aber ist, dass die Google-Anwendungen wie Mail, Maps, Suche und Co. auf allen Geräten mit dem neuen Handy-Betriebssystem laufen und vorinstalliert sein werden. Damit verschafft sich Google eine enormen Wettbewerbsvorsprung - vor allem als Werbevermarkter.
Kommt es wie geplant, dann muss Google gar nicht das Risiko eingehen, ein "Google Phone" zu entwickeln und zu vermarkten, sondern schafft es, dass andere sich darum kümmern, die in diesem Bereich wesentlich mehr Erfahrung haben als Google. Und es wird nicht das Google Phone geben, sondern viele Geräte von unterschiedlichen Anbietern, die gerne von den assoziierten Mobilfunkunternehmen promotet werden, da alle profitieren: Die Geräteplattform ist günstig (weil breit verfügbar und "open source"), erlaubt eigene Anpassungen (Differenzierung) und überall ist Google mit seinen Anwendungen dabei. Dabei geht es nicht um das hochpreisige Smartphone-Segment, wo heute allein Kosten für die Lizenz für Windows Mobile und anderen Handy-Betriebssystemen die Kosten in die Höhe treiben.
Und Google schaut zu, unterstützt mit Ideen, Ressourcen und mehr ... und freut sich über jeden Anwender, der später Werbung aus dem Google-Imperium auf seinem neuen, günstigen "open source" Handy anschaut. (Vielleicht sollte ich noch schnell ein paar Google-Aktien kaufen?)
10.11.2007
iPhone und kein Ende
Es war ein bemerkenswerter Zufall, dass das iPhone in Deutschland seinen Erstverkaufstag genau an dem Tag feierte, an dem die Bundesregierung die Vorratsdatenspeicherung durchwinkte. Das iPhone ist - mehr als jedes bisherige Smartphone - ein "Personal Communicator", bei dem die Grenzen zwischen Mobilfunk und Internet verwischen ... always online heisst die Devise.Ich hatte kürzlich bei einer USA-Reise die Gelegenheit, das iPhone auszuprobieren und damit herumzuspielen: Das Gerät hat durchaus einen gewissen Suchtfaktor, auch wenn an einigen Stellen nicht alles perfekt erscheint. Aber für eine erste Version - man musst Apple zugestehen, dass die Entwickler ihre Hausaufgaben gemacht haben! Und das nicht nur, was die Benutzerfreundlichkeit und die Funktionen betrifft, sondern auch hinsichtlich der Entwicklung eines Geschäftsmodells, das Apple zum strahlenden Gewinner macht. Während andere Handyhersteller nur einmal mit dem Verkauf des Gerätes verdienen, erhält Apple einen Anteil der Umsätze des Mobilfunkunternehmens und hält die Nutzer auch noch im Apple-Universum: Das iPhone ist zugleich iPod und Mini-iMac ... Kundengewinnung und Kundenbindung gehen Hand in Hand.
Hinzu kommt, dass das Gerät in Verbindung mit dem passenden Tarif geradezu danach schreit, ständig genutzt zu werden. Nicht nur als Handy, sondern auch als E-Mail-Chat-Video-Webbrowser-Maschinchen. Wenn ich schon eine Datenflatrate habe, wäre ich doch blöd, sie nicht auch zu nutzen, oder? Doch je mehr man das iPhone nutzt, umso abhängiger wird man davon. Mein altes Handy? Neee, danke ... das ist doch eine Krücke!
Tatsächlich erfüllt das iPhone seine Funktion als Multi-Funktions-Gerät recht gut, auch wenn es manchmal ein wenig umständlich ist, von einer Anwendung auf die nächste zu wechseln. Der Webbrowser macht Spaß ... und wehe, man muss wieder zurück zu seinem alten PDA: Da versucht man dann verzweifelt, die Webseiten mit zwei Fingern zu zoomen - natürlich vergeblich.
Nur: wer als Nutzer ein iPhone will, bindet sich gleich 24 Monate an seinen Mobilfunkanbieter ... und selbst danach soll man das iPhone (zumindest wenn es nach dem großen T geht) nicht mit einem anderen Provider oder Tarif nutzen können. Man kann ja sein iPhone dann wegschmeißen, den Vertrag kündigen und einen neuen, vielleicht mit iPhone V4, abschließen. Kann man ... aber wollen das auch die Kunden? Es ist zu erwarten, dass demnächst nicht nur neue iPhone-Modelle herauskommen, sondern auch interessante Alternativen von anderen Anbietern. 24 Monate plus x Bindung bei einem "first of its kind"-Hightech-Gadget?
Kein Wunder, dass da in den USA das iPhone-Unlocking zum Massenphänomen geworden ist. Einerseits ist ein Multi-Funktions-Gerät nur dann interessant, wenn man den Funktionsumfang nach eigenen Bedürfnissen noch etwas erweitern kann (und neue Apps installiert), zum anderen wird in den USA das iPhone in Apple-
In Deutschland macht man es daher intelligenter und verkauft das Gerät gleich gar nicht in Apple-Stores. Nur beim großen T gibt es das iPhone (naja ... oder man sucht ein wenig rum, bei eBay werden gange Wagenladungen angeboten). Ob "intelligenter" im Sinne der Umsatzmaximierung auch "erfolgreich" bedeutet, muss sich erst erweisen. Europa ist ein Land mit vielen kleinen Ländern (im Vergleich zu den USA) ... und wer ständig die Limitierung seines Tarifs bemerkt, sobald er eine Grenze überschreitet, der wird (zumindet als Vielreisender) vielleicht doch nicht so begeistert von dem Angebot sein. Weltweites Roaming im Tarif eingeschlossen ... das wär's.
Oder wie wäre es mit einer Technologiegarantie: Kommt ein neues iPhone raus (UMTS, GPS, mehr Speicher, bessere Akkulaufzeit ... whatsoever), dann kann ich für einen geringen Betrag mein Gerät während der Vertragslaufzeit tauschen. Oder ein Tarif, der einen Wechsel in günstigere iPhone-Tarife erlaubt, falls die in den nächsten 6 Monaten nach Vertragsschluss angepasst werden. Oder gleich ein iPhone, das ich nicht hacken muss und mit dem Provider meiner Wahl nutzen kann. Wenn das große T so tolle Tarife hat, die speziell auf das iPhone zugeschnitten sind, und mir bei anderen Tarifen wichtige Funktionen abhanden kommen, dann lande ich doch eh wieder dort.
Naja ... das alles gibt es (noch) nicht. Zum Glück. So brauche ich mir nicht zu überlegen, ob ich mein altes SE Kxxx verschrotten muss. Und brauche mir auch keine Gedanken darüber zu machen, welche Datenspuren und Bewegungsprofile ich mit dem iPhone hinterlassen würde.
14.06.2007
Warum hier so wenig los ist: BRANCHENWISSEN UP TO DATE und Branchenwissen.info
In den letzten Monaten haben wir eine komplett neue Buchreihe entwickelt (okay, Karina hat entwickelt), dafür etliche Bücher geschrieben (zusammen mit anderen Experten) - und jetzt sind die ersten Bände verfügbar. Dazu wird es ab Juli ein begleitendes Online-Magazin geben, das auch noch "nebenher" entwickelt wurde. Deswegen ist es hier so ruhig. Wir bitten um Verständnis (und Weiterempfehlung von Büchern und Online-MagazinJeder Band der Reihe Branchenwissen UP TO DATE behandelt eine konkrete Fragestellung zu Themenfeldern wie Marketing, Kommunikation, Unternehmensführung und Betriebswirtschaft und liefert Antworten und Beispiele aus der Praxis für die Praxis. Derzeit richtet sich die Reihe an Hotelliers, Gastronomen und Touristiker - die Ausweitung auf andere Branchen ist geplant.
Und ab 1. Juli 2007 startet das ergänzende Online-Magazin Branchenwissen.info mit News und Know-how für Gastronomen, Hoteliers und Touristiker. Mit Newsticker, fachspezifischen Beiträgen und jeder Menge Information!

31.03.2007
eDings intern
Danke der Nachfrage ... nein: eDings lebt noch - nur aufgrund zahlreicher anderer Projekte etwas zurückgezogen10.11.2006
Tagging und AJAX
Häufiger schon haben wir über die Probleme berichtet, die freies Tagging mit sich bringen kann: Tags werden unterschiedlich geschrieben, inkonsistent angewendet, zu eingeschränkt oder auch zu inflationär eingesetzt, etc. pp. Ein paar dieser Probleme kann man allerdings durch den Einsatz von AJAX lösen. So ist es nämlich möglich, die bislang benutzten Tags dynamisch anzuzeigen und bequem zu übernehmen.Im einfachsten Fall könnte das so aussehen, dass mittels AJAX während des Taggings all die Tags angezeigt werden, die mit den gleichen Buchstaben beginnen - Wordergänzung sozusagen. Dabei sollten die Vorschläge des Systems natürlich nicht bevormundend sind: Vielleicht will man ja tatsächlich ein ganz neues Tag ergeben.
Noch spannender wird es allerdings, wenn man dann per AJAX auch all die Tags ausgibt, die für Beiträge verwendet wurden, denen das eingegebene Tag ebenfalls zugeordnet ist. Solch eine Funktion kann sogar noch weiter gehen und für CMS die einfache Festlegung ähnlicher Beiträge ermöglichen.
Natürlich enden die Einsatzmöglichkeiten für AJAX hier nicht. Denkbar wäre, Tag-Vorschläge nach verschiedenen Kriterien zu sortieren und so ggf. Tags zu empfehlen, auf die der Autor des Beitrags evtl. gar nicht käme, die aber in diesem Fall gut geeignet sind. AJAX erlaubt all das, ohne die eigentliche Arbeit des Autors (z.B. das Erfassen eines neuen Beitrags) zu stören. Leider: die meisten Systeme unterstützen den Autor beim Tagging noch nicht in dieser Form - obwohl das nun wirklich mal eine sinnvolle Einsatzmöglichkeit für AJAX ist.
31.10.2006
Amazon als Lebenshilfe

(onhe Worte)






